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Die Stadt St.Gallen als grosser Spielplatz

Der St. Galler Spielweg ist komplett. 65 Posten laden zum Spielen ein. Damit zeigt
die Stadt Pioniergeist. Es ist das erste Projekt dieser Art in der Schweiz. Und es soll stetig weiter wachsen.
Christoph Renn
Beim Spielort 5 bei der Tonhalle kann gratis ein Wikingerschach ausgeliehen werden. (Bild: PD)

Beim Spielort 5 bei der Tonhalle kann gratis ein Wikingerschach ausgeliehen werden. (Bild: PD)

Vom Gübsensee im Westen bis zum Schulhaus Zil im Osten; vom Schulhaus Hebel im Süden bis zum Reservoir in Rotmonten im Norden: Der St. Galler Spielweg mit insgesamt 65 einzelnen Posten ist fertig. «Unser Traum von einer bespielbaren Stadt ist wahr geworden», sagt Mitinitiant und Spielpädagoge Andreas Rimle. Im Universitätspark können Interessierte «Drei gewinnt» spielen, beim Volksbad Kunstwerke auf Zeit mit Wasser schaffen oder bei der Mühlegg-Talstation Treppenfangis spielen.

Über die ganze Stadt verteilt finden sich freundlich gestaltete Tafeln, die nummeriert sind. Darauf stehen mehr als Hundert verschiedene Spielvorschläge, die jeweils auf die Standorte angepasst sind. «Die Umgebung hat mir die mögliche Spielorte- und formen vorgegeben», sagt Rimle. So müssen sich die Spieler vor dem Eingang zur Stiftsbibliothek um den edlen Hydranten beim Baum aufstellen und mit ruhiger Hand möglichst viele Steine aufeinanderstapeln. «Für die meisten Spiele braucht es kein Zubehör», sagt Rimle. Durch die Einfachheit der Spiele können diese zum grossen Teil auf jedem Platz gespielt werden und ans Alter oder die Einschränkungen angepasst werden. «In der Einfachheit ist es zudem besser möglich, kreativ zu sein und zu werden.»

Der Spielweg hat bisher 85000 Franken gekostet

Mit dem Spielweg haben Rimle und Neuhaus etwas bisher Einzigartiges in der Schweiz geschaffen. Einzelne Vertreter aus anderen Städten hätten schon Interesse am St. Galler Projekt gezeigt und sich darüber informiert. «Ich bin überzeugt, dass der Spielweg gute Werbung für die Stadt ist», ergänzt Rimle. Den Erfolg des Projekts begründen die beiden Initianten beim bereits entstandenen Netzwerk. So hat beispielsweise die HSG ihr grosses Schachbrett inklusive Figuren zur Verfügung gestellt. Das Naturmuseum hat gar ein neues Spiel aufgemalt und beim Spielort 5 bei der Tonhalle kann unter anderem neu im Restaurant Concerto ein Wikingerschach gratis ausgeliehen werden. «Zudem arbeiten wir mit Stadtgrün, den Vereinen Stägestadt und Brache Lachen, den Museen, Schulen und einigen mehr zusammen.»

Für den Moment ist der Spielweg mit seinen 65 Station komplett. «Wir wollen diese Spielorte zuerst einmal ergänzen und pflegen», sagt Rimle. Doch in Zukunft sollen noch einzelne Orte zum Spielweg hinzukommen. «Dies ist auch abhängig von den finanziellen Ressourcen.» Bis zur Eröffnung hat der Spielweg 85000 Franken gekostet. Beim Spielweg handelt es sich um eines der Gewinner-Projekte des Jubiläumswettbewerbs der St. Galler Kantonalbank, das mit einem Beitrag unterstützt wurde. «Seit der Eröffnung sind wir finanziell auf uns selber gestellt», sagt Rimle. Durch Stiftungen und Patenschaften soll das nötige Geld für den weiteren Ausbau und den Unterhalt gesammelt werden. «Die ersten vier Patenschaften haben wir bereits verkauft.»

Die Karte mit allen Spielen ist online abrufbar

Bei der Auswahl der Spielorte – alle sind auf der Homepage sichtbar – spielt die Reihenfolge keine Rolle. «Sie können nach Lust und Laune aufgesucht werden», sagt Rimle. Es gibt Spiele in der Altstadt, etwa beim Bärenplatz, in der Vorstadt beim Kantonsspital oder beim Waldplatz beim Berneggwald. So abwechslungsreich die Wahl der Orte ist, so unterschiedlich sind auch die Spiele. Interessierte können ihre Wurftechnik mit Zapfen im Wald verbessern, ein Rennen durch die Allee im St. Leonhardspärkli starten oder Gehirntraining hinter der Kirche St. Laurenzen machen.

Rimle organisiert auch Führungen. «An einer dieser Führungen konnte ich mein Hauptziel gut beobachten», sagt er. Aus seinen Inputs hätten die Kinder eigene Ideen entwickelt und seien ins freie Spiel übergegangen – «die höchste Form des Lernens».

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