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Hitze in St, Gallen - Die Stadt schwitzt und hat Durst

Hochbetrieb in den Bädern, bei der Dienststelle Stadtgrün und bei der Brauerei Schützengarten: Die anhaltende Schönwetterperiode lässt die Stadt schmachten. Ob der Sommer 2018 Rekorde bricht, ist offen.
Daniel Wirth
Stadtgärtner Albin Kisling giesst die Blumen im Park auf dem unteren Brühl. (Bild: Ralph Ribi)

Stadtgärtner Albin Kisling giesst die Blumen im Park auf dem unteren Brühl. (Bild: Ralph Ribi)

Tag für Tag klettert das Quecksilber des Thermometers über die 30-Grad-Marke. Manch einem Daheimgebliebenen kommt gerade der Jahrhundertsommer 2003 in den Sinn: wochenlang Sonnenschein und Affenhitze.

Die städtischen Bäder in Rotmonten, im Lerchenfeld und auf Drei Weieren sind denn aktuell auch sehr gut besucht, wie Andreas Horlacher, Leiter der Dienststelle Infrastruktur Bildung und Freizeit, auf Anfrage sagt. Eigentliche Spitzentage fehlten aber. Das habe mit einer Sättigung zu tun, sagt Horlacher. In einer anhaltenden Schönwetterperiode gehe man nicht mehr täglich zum Baden, sondern unternehme auch einmal etwas anderes. Im Freibad in Rotmonten würden derzeit rund 1200 bis 1500 Gäste am Tag gezählt, was gute Werte seien, an Spitzentagen würden aber 2000 Badegäste und mehr registriert. Das Wasser in den Bassins in Rotmonten und im Lerchenfeld sei momentan 26 Grad warm, sagt Horlacher. Viel Wasser verdunste. Um die Qualität des Badwassers hochzuhalten, müsse in Rotmonten und im Lerchenfeld viel Frischwasser zugeführt werden. Im Vergleich mit 2017 würden die Zahlen der Badegäste in diesem Sommer höher und im Mehrjahresvergleich gar überdurschnittlich ausfallen, prognostiziert Andreas Horlacher.

Rasensportplätze und Jungbäume bewässern

Auch bei der Dienststelle Stadtgrün haben die Mitarbeitenden in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, wie der stellvertretende Leiter Jürg Thurnheer auf Anfrage sagt. Mit dem Wasser gehe man sparsam um, sagt er. Erste Priorität beim Bewässern hätten Rasensportplätze und Jungbäume, zweite Priorität Wechselflorpflanzungen (Beete und Töpfe). Nicht bewässert werden gemäss Thurnheer gegenwärtig Parkanlagen und Rasenflächen. Es werde in Kauf genommen, dass der Rasen braun werde, sagt Thurnheer. Meistens erholten sich diese Flächen von selbst, und wo nötig, werde Rasen nachgesät.

Der Brunnen bei der Kantonsschule am Burggraben wurde von den St. Galler Stadtwerken (SGSW) vorübergehend trockengelegt. Dieser wird mit Wasser aus der Steinach gespiesen. Und aus diesem Fliessgewässer darf kein Wasser mehr entnommen werden. «Alle anderen Brunnen in der Stadt werden nicht abgestellt», sagt Marcel Steiger, Bereichsleiter Netz Gas und Wasser bei den SGSW. Hunde und Vögel könnten weiter daraus trinken.

Brauerei Schützengarten AG macht gute Geschäfte

Die Brauerei Schützengarten AG macht diesen Sommer gute Geschäfte. Die Brauerei hat von April bis Juni mehr Bier verkauft als in der Vorjahresperiode, wie Reto Preisig, Vorsitzender der Geschäftsleitung, auf Anfrage sagt. Bei den hohen Temperaturen bestellten Restaurants verstärkt Biermischgetränke oder alkoholfreies Bier, sagt Preisig. Das Personal leiste ein Zusatzpensum, um früh am Tag Bier und andere Getränke ausliefern zu können. Auch in der Schützengarten-Flaschenfüllerei sei gegenwärtig Hochbetrieb angesagt.

Feuerwehr richtet Waldbrand-Jeep

In den Kantonen St. Gallen, Thurgau und beiden Appenzell gilt wegen der anhaltenden Trockenheit seit wenigen Tagen bis auf Widerruf ein absolutes Feuerverbot (Tagblatt vom Dienstag).
Die Berufsfeuerwehr der Stadt St. Gallen hat ihre Bereitschaft aufgrund der aktuellen Lage nicht erhöht, wie Marco
Eggenberger, Leiter Einsatzplanung und Ausbildung, auf Anfrage sagt. Was die Berufsfeuerwehr St. Gallen aber nicht unterlassen habe, sei die Bereitstellung ihres Waldbrand-Jeeps. Dabei handelt es sich gemäss Eggenberger um einen Geländewagen mit offener Brücke, auf der ein 500-Liter-Wassertank installiert und mit einer Pumpe und einem Schlauch versehen wird. Das Fahrzeug ist mit Allradantrieb ausgestattet und kommt darum auch im hügeligen Gelände zuverlässig vorwärts. Das sei bei einem Feuer in einem Wald von grosser Wichtigkeit, sagt Eggenberger.
Dass das kantonale Sicherheits- und Justizdepartement am Montag ein absolutes Feuer-
und Feuerwerksverbot heraus­gegeben hat, findet Eggenberger sinnvoll. Hätte der Kanton darauf verzichtet, hätte die Stadt in ­Absprache mit dem Kommando von Feuerwehr und Zivilschutzorganisation gemäss Eggen­berger wohl von sich aus eines ­erlassen; die Topografie der
Stadt erhöhe die Waldbrandgefahr. (dwi)

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