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Die Stadt St.Gallen ist eine Grossbaustelle

Rund 50 Baustellen prägen momentan das Stadtbild. Vor allem die Arbeiten an Hauptverkehrsachsen verlegen die Planer gern in die Sommerferien: wegen des Wetters und des geringeren Verkehrsaufkommens.
Christoph Renn
Die Bauarbeiten an der Torstrasse sind nur während der Sommerferien möglich. (Bild: Ralph Ribi)

Die Bauarbeiten an der Torstrasse sind nur während der Sommerferien möglich. (Bild: Ralph Ribi)

Die letzten Arbeiten am Bahnhofplatz laufen, die Rosenbergstrasse ist im Bereich der neuen Personenunterführung Ost nur einspurig befahrbar, vom Platz- bis zum Brühltor wird der Belag der Torstrasse aufgerissen: Das sind die Baustellen an den Hauptverkehrsachsen. Sie sind sicht- und hörbar und führen nicht selten zu Verkehrsbehinderungen. Gerade deshalb werden die Baustellen an den neuralgischen Punkten von den Planern in die Sommerferien verlegt. «In diesen fünf Wochen verzeichnen wir rund 15 bis 20 Prozent weniger Verkehr», sagt Urs Kellenberger, Abteilungsleiter Bauausführung beim städtischen Tiefbauamt.

Eine Signalisation, die auch diesen Sommer auf Stadtsanktgaller Strassen oft anzutreffen ist. (Bild: Reto Voneschen)
Instandstellung der Torstrasse: Mit dem grossen Bohrer wird eine betonierte Fläche aufgebrochen...
...und die Betonstücke werden dann abtransportiert. (Bilder: Ralph Ribi)
Instandstellung der Torstrasse: Innerstädtische Verkehrsachsen können auch in den Sommerferien für Bauarbeiten nicht einfach stillgelegt werden. Das heisst, dass «unter Verkehr» gearbeitet werden muss. (Bild: Ralph Ribi)
Instandstellung der Torstrasse: Der neben der Baustelle vorbeirollende Verkehr brigt auch für die Bauarbeiter Risiken. (Bild: Ralph Ribi)
Grossbaustelle hinter dem Hauptbahnhof: Die Rosenbergstrasse ist während der Sommerferien nur einspurig befahrbar, was Umleitungen und umfangreiche Signalisationen nötig macht. Am Blumenbergplatz werden bereit Lastwagen und Cars aussortiert. (Bild: Reto Voneschen)
Und bei der Einmündung der Tellstrasse werden die stadtauswärts fahrenden Motorfahrzeuge «abgeführt». Sie umfahren via Tell- und Winkelriedstrasse die Baustelle und kommen auf Höhe Fachhochschule auf die Rosenbergstrasse zurück. (Bild: Reto Voneschen)
Fussgänger und Velofahrer werden durch die Baustelle auf der Rosenbergstrasse gelotst. (Bild: Ralph Ribi)
Grabarbeiten an der Rosenbergstrasse. (Bild: Reto Voneschen)
Neben der Strassenbaustelle nimmt hinter dem Hauptbahnhof der Aufgang der Rathaus-Unterführung langsam Gestalt an. (Bild: Reto Voneschen)
Attraktivere Gassen: Die Brühlgasse wird derzeit auf die Pflästerarbeiten vorbereitet. (Bild: Reto Voneschen)
In der Kugelgasse sind die Pflästerer bei deren Verzweigung mit der Brühlgasse angekommen. (Bild: Reto Voneschen)
Präzisionsarbeit mit Pflastersteinen und Hammer. (Bild: Reto Voneschen)
Ein Pflasterstein-Depot. (Bild: Reto Voneschen)
Neue Stellen I: Im Neudorf werden die Bushaltestellen ausgebaut. Die Arbeiten an diesem Verkehrsknoten sind mit Behinderungen für den Autoverkehr verbunden. (Bild: Reto Voneschen)
Die Haltestellen werden grosszügiger, als sie bisher waren. Dem Projekt fielen in Fahrtrichtung stadteinwärts einzelne Bäume zum Opfer. Sie werden durch Neupflanzungen ersetzt. (Bild: Reto Voneschen)
Staub und Lärm beim Fräsen auf der neu erstellten Betonplatte der Bushaltestelle Neudorf. (Bild: Reto Voneschen)
Informationen zum Strassenbau im Neudorf und zu Anlässen in der Stadt St.Gallen (Bild: Reto Voneschen)
Bald einmal wird der Bus wieder am gewohnten Ort in der neu erstellten Haltestelle stoppen. Derzeit bedient er noch provisorische Haltestellen an der Rorschacher Strasse vor der Neudorf-Kreuzung. (Bild: Reto Voneschen)
Neue Haltestellen II: Ein ähnliches Bild wie im Neudorf bietet sich derzeit auf der Rorschacher Strasse beim Kantonsspital. Auch hier werden die Haltestellen saniert. (Bild: Reto Voneschen)
Lochen auf der Veloroute: Vor dem Polizeiposten Vadianstrasse 57 sind Kanalarbeiten im Gang,...
...was sich auf das Vorankommen mit dem Velo auswirken kann. (Bilder: Reto Voneschen)
Bagger und Lastwagen auf der Vadianstrasse. Die Platzverhältnisse sind beegnt. (Bild: Reto Voneschen)
Einspurige Verkehrsführung mit Lichtsignal ist bei Baustellen vor allem auf Landstrassen üblich. Man trifft diese Konstellation derzeit aber auch im Güterbahnhof an,...
...wo die Gleise der Anschluss der Appenzeller Bahn an die Ruckhalde und den neuen Tunnel neu erstellt werden muss. Die Rampe zum Nordportal des Tunnels hat bereits Gestalt angenommen. (Bilder: Reto Voneschen)
Die Überquerung der Rosenbergstrasse kurz vor dem Nordportal des Tunnels...
...ist bereits wieder erstellt. (Bilder: Reto Voneschen)
Wie viel in welch kurzer Zeit auf dieser Baustelle erledigt wurde, zeigen die Bilder vom 21. April...
...und vom 24. Mai dieses Jahres. (Bilder: Reto Voneschen)
Fernwärme: Auf der Zürcher Strasse in der Lachen sind die Stadtwerke am Werk. Sie verlegen eine Verbindungsleitung für die Fernwärme. Diese Woche wurden die Vorbereitungsarbeiten erledigt, unter anderem...
...wurden die Verkehrsinseln beseitigt. Für die Zürcher Strasse ist separat ein Sanierungs- und Neugestaltungsprojekt in Vorbereitung. (Bilder: Reto Voneschen)
Rohre fürs Fernwärmenetz liegen auf dem Installationsplatz an der Vonwilstrasse zum Einbauen bereit. (Bild: Reto Voneschen)
Am Freitag waren Arbeiter auf Höhe des Restaurants Eidgenössisches Kreuz und der Post Lachen als Vorbereitung auf die Grabarbeiten damit beschäftigt, den Fahrbahnbelag aufzufräsen. (Bild: Reto Voneschen)
Engpass an der Fürstenlandstrasse: Nicht nur Grossbaustellen, auch kleine Löcher in der Strasse können die Geduld der Motorrad- und Autofahrer auf die Probe stellen. (Bild: Reto Voneschen)
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Baustellen-City St.Gallen

Die geringere Verkehrsfrequenz ist jedoch nur eines der Gründe dafür, dass in der Sommerzeit die Bautätigkeit sehr hoch ist. «Vor allem bei Deckbelagsarbeiten sind wir auf trockenes und warmes Wetter angewiesen», sagt Kellenberger. Die Arbeiten fordern von den Bauunternehmen, dass ihre Mitarbeiter teilweise während der ganzen Schulferien arbeiten. «Wir dürfen nicht vergessen, dass auch diese Mitarbeiter Familien mit Kindern haben», sagt Stadtingenieur Beat Rietmann.

Hohe Bautätigkeit wegen des Fernwärmenetzes

Insgesamt sind es in diesem Sommer gut 20 Strassenbaustellen. Neben den grossen und sichtbaren Baustellen wie diese am Bahnhofplatz oder die Neupflästerungen in der Brühl- und Kugelgasse, kommen etliche kleinere in den verschiedenen Quartieren hinzu. «Am stärksten betroffen ist zur Zeit das Linsenbühlquartier», sagt Kellenberger. Etwa nochmals dieselbe Anzahl Baustellen kommen wegen Werkleitungsarbeiten hinzu. Somit sind es in diesem Jahr nicht rekordverdächtig viele Baustellen, aber auch nicht extrem wenige.

«In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Baustellen in den Sommerferien bei rund 50 eingependelt», sagt Stadtingenieur Beat Rietmann. Trotzdem sei es jedes Jahr wieder eine planerische Herausforderung. Denn das Tiefbauamt sei nur einer der Akteure, die im Moment Strassen auffrästen: Parallel zu den Strassenarbeiten bauen die Stadtwerke (SGSW) das Glasfaser- und das Fernwärmenetz aus und erneuern von Gesetztes wegen auch noch Gas- und Wasserleitungen.

Dabei gilt es, die verschiedenen Arbeiten zu koordinieren und wenn möglich zeitgleich gemeinsam zu realisieren. Als Beispiel führt Beat Rietmann die Rosenbergstrasse hinter dem Bahnhof an. Auslöser für diese Arbeiten sei das Projekt der Neugestaltung Bahnhof und Bahnhofplatz der Stadt und der SBB.

«Es hätte nichts gebracht, wenn wir diese Strasse vor einem oder zwei Jahren instand gestellt hätten und nun wieder alles aufreissen müssten.»

Doch nicht immer gehen die Arbeiten zeitlich auf. Deshalb sei beispielsweise die Rorschacher Strasse oder die Burgstrasse über einen längeren Zeitraum etwas holprig gewesen. «Die Stadtwerke gerieten unter Zeitdruck und mussten die Leitungen verlegen», sagt Rietmann. Die Strassenarbeiten waren jedoch noch nicht eingeplant. Deshalb wurden die Leitungsgrabungen vorerst nur provisorisch instandgestellt.

Strassen sind ewige Baustellen

Hinzu komme erschwerend, dass Strassenarbeiten mit Einschränkungen für den Durchgangsverkehr wann immer möglich in den Sommerferien laufen. «Wir schauen darauf, dass es für die Bewohner in einem verträglichen Rahmen bleibt.» Jedoch sei die subjektive Wahrnehmung von Verträglichkeit von Person zu Person verschieden. «Bei der Ausführungsplanung wird beachtet, dass nicht zu viele Arbeiten zeitgleich im selben Stadtteil durchgeführt werden», sagt Kellenberger. Aber es sei nicht immer möglich, die Baustellen über die ganze Stadt zu verteilen. Es kämen manchmal nicht planbare Baustellen hinzu, beispielsweise wenn ein Wasserrohr bricht.

So werde es auch in den kommenden Jahren während der Sommermonate rege Bautätigkeiten in der Stadt geben. Obwohl das Strassennetz in einem relativ guten Zustand sei, würden immer wieder auch Deckbelagsarbeiten anfallen. Jedoch dürfte die Bautätigkeit insgesamt auf dem Strassennetz von Jahr zu Jahr abnehmen. Dann, wenn die Stadtwerke das Glasfaser- und Fernwärmenetz komplett ausgebaut haben. «Wir hatten in den vergangenen Jahren deswegen eine regelerechte Spitze in der Stadt», sagt Rietmann.

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