Die Stadt Gossau will im nächsten Jahr 115'000 Franken für neue Büromöbel ausgeben

In der Gossauer Stadtkanzlei werden sechs Arbeitsplätze neu möbliert. Dafür sind 65'000 Franken budgetiert.

Johannes Wey
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Das Rathaus wird erneuert oder ersetzt.

Das Rathaus wird erneuert oder ersetzt.

Bild: Urs Bucher (10. Januar 2014)

An der letzten Parlamentssitzung des Jahres wird in Gossau am Dienstag wie jedes Jahr um einzelne Budgetpositionen gerungen. Für 2020 ist ein betrieblicher Aufwand von 105 Millionen Franken budgetiert. 115'000 Franken sollen in neue Möbel gesteckt werden, wie dem Voranschlag zu entnehmen ist.

Möbel aus drei Generationen

Yvo Lehner.

Yvo Lehner.

Urs Jaudas (22.7.2014)

Allein 65'000 Franken entfallen auf die Stadtkanzlei. Das Mobiliar auf der Stadtverwaltung werde turnusmässig erneuert, erklärt Yvo Lehner, Leiter Hochbau, auf Anfrage. Auf der Stadtkanzlei sollen im kommenden Jahr sechs Arbeitsplätze mit Schreibtischen, Stühlen, Aktenschränken und Gestellen ausgestattet werden. Hinzu kommen Besprechungstische, ausserdem wird der Empfang in der Kanzlei angepasst.

Derzeit setze sich die Möblierung der insgesamt acht Arbeitsplätze in der Stadtkanzlei aus Möbeln dreier unterschiedlicher Generationen zusammen, sagt Lehner weiter. Mit der Erneuerung wären dann alle Arbeitsplätze auf demselben Stand.

Weiter sind im Budget 50'000 Franken für die Einrichtung neuer Arbeitsplätze für zusätzliche Mitarbeitende und allfällige Mobiliaranpassungen eingestellt.

Auch das Rathaus wird bald erneuert oder neu gebaut

Dabei steht eigentlich bereits fest, dass das Rathaus in wenigen Jahren rundum erneuert oder gar neu gebaut wird. Die meisten Teile des 1962 erstellten Haupttrakts seien noch im Originalzustand und haben das Ende ihrer Lebensdauer längst erreicht, heisst es im Kommentar zur Investitionsrechnung. «Sie erfüllen weder die heutigen energetischen Anforderungen noch die gesetzlichen Vorgaben zu Brandschutz, Fluchtwegen oder Personensicherheit.»

Im laufenden Jahr wurde eine bestehende Machbarkeitsstudie aufdatiert. Sie soll 2020 ins Parlament kommen, ein Jahr später der Planerwettbewerb ausgeschrieben werden. Gebaut werden soll dann in den Jahren 2025 und 2026.

Lohnt sich vor diesem Hintergrund, im kommenden Jahr 115'000 Franken in neues Mobiliar zu investieren? Aus Sicht der Stadt macht das keinen Unterschied. Das Mobiliar könne auch in einem sanierten Rathaus oder allfälligen Neubau weiterverwendet werden, sagt Lehner.