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Die Stadt Gossau will eine Bioabfuhr einführen

Der Stadtrat beabsichtigt, 2020 eine Bioabfuhr einzurichten. Das schreibt er in der Antwort auf die Interpellation des Flig-Stadtparlamentariers Matthias Ebneter.
Adrian Lemmenmeier
Küchenabfälle können für die Herstellung von Biogas genutzt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Küchenabfälle können für die Herstellung von Biogas genutzt werden. (Bild: Ralph Ribi)

Bioabfuhr statt Grünabfuhr. So lautete der Titel einer Interpellation von Matthias Ebneter (Flig). Darin fragt der Stadtparlamentarier, ob der Gossauer Stadtrat bereit sei, 2020 eine Bioabfuhr einzuführen. Nun beantwortete der Stadtrat diese Frage mit Ja. «Der Stadtrat ist der Meinung, dass die Bioabfuhr eine gute und attraktive Alternative zur bestehenden Grünabfuhr darstellt», heisst es in der Antwort auf die Interpellation. Der Stadtrat beabsichtige deshalb die Einführung der Bioabfuhr auf 1. Januar 2020.

Als Grundlage wolle man das Modell des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) nehmen, das bereits in mehreren Gemeinden zu einheitlichen Preisen angeboten werde – und zwar in Braunau, Bütschwil, Degersheim, Ebnat-Kappel, Flawil, Jonschwil, Kirchberg, Lichtensteig, Lütisburg, Neckertal, Oberhelfenschwil, Schönengrund, Wattwil, Wil und Zuzwil. Einen definiten Entscheid über die Einführung will der Gossauer Stadtrat im Sommer fällen.

Auch Essensreste statt nur alte Sträucher

Derzeit gibt es in Gossau eine Grünabfuhr. Durchschnittlich werden jedes Jahr 450 Tonnen Sträucher, Geäst oder Rasenabfälle entsorgt. Bündelweise oder in Kippcontainern können Gartenabfälle abgegeben werden. Eine Bioabfuhr enthält neben Abfällen aus dem Garten auch solche aus der Küche: Gemüseschalen oder Speisereste. Die Abfälle aus der Gossauer Grünabfuhr werden in der Axpo Kompostgasanlage in Niederuzwil zu Biostrom und Komposterde verarbeitet. Auch die aus einer Bioabfuhr würden dort verarbeitet.

Weil im Winter keine Gartenabfälle anfallen, wird die Gartenabfuhr nicht das ganze Jahr über angeboten – eine Bioabfuhr hingegen schon. Das ist gemäss Antwort des Stadtrates ein Vorteil der Bioabfuhr.

Die Grünabfuhr ist nicht kostendeckend

Die jetzige Grünabfuhr der Stadt Gossau sei nicht kostendeckend; sie werde mit Steuergeldern querfinanziert, schreibt Ebneter in seiner Interpellation. Das widerspreche aber der kantonalen Regelung. Der Stadtrat sei sich bewusst, dass die Grünabfuhr zurzeit nicht kostendeckend betrieben werde, heisst es in der Antwort. «Um eine volle Kostendeckung zu erreichen, müssten klare Gebührenvorgaben ähnlich wie beim ZAB-Modell festgelegt werden.» Dort wird nicht mehr nach dem Gewicht der Ware unterschieden, sondern nur noch nach Grösse des Containers. Dadurch würde es für die Benutzer keinen Spielraum mehr geben, die entsorgte Ware nicht ausreichend zu frankieren.

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