Die Special Olympics kommen 2022 nach St.Gallen

Der bedeutendste Sportanlass für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in der Schweiz findet in drei Jahren auf dem Gelände der Olma Messen statt. 1800 Athletinnen und Athleten erwarten die Organisatoren.

Sandro Büchler
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Rund 1800 Athletinnen und Athleten werden sich im Juni 2022 in St.Gallen messen. (Bild: Nicolas Dupraz/PPR, Genf, 25. Mai 2018)

Rund 1800 Athletinnen und Athleten werden sich im Juni 2022 in St.Gallen messen. (Bild: Nicolas Dupraz/PPR, Genf, 25. Mai 2018)

Während vier Tagen wird die Stadt St.Gallen im Juni 2022 olympisch werden. Special Olympics Switzerland wählte heute St.Gallen als nächsten Austragungsort der National Summer Games. 1800 Athletinnen und Athleten mit geistiger Beeinträchtigung treffen sich vom 15. bis 19. Juni 2022 in der Gallusstadt. Die Sportler können ihre sportlichen Leistungen in 15 Disziplinen miteinander messen. Martin Rutishauser vom St.Galler Organisationskomitee hat am Mittag vom Entscheid erfahren.

«Es freut uns ausserordentlich, dass St.Gallen als dritte Stadt – nach Bern und Genf – die nationalen Summer Games austragen wird.»

Das Zentrum für die Sportlerinnen und Sportler wird auf dem Gelände der Olma-Messen sein. Dort werden Sportarten wie Reiten, Rad, Judo oder Pétanque ausgetragen. «Alles soll nah beisammen sein», sagt Rutishauser. «Im Sportlerdorf sollen sich Athleten untereinander und mit der Bevölkerung austauschen können.» Für Rutishauser steht nicht nur der Sportanlass im Vordergrund: «Es ist ein Beitrag zur Integration von Menschen mit einer geistigen Behinderung in der Gesellschaft.»

Segeln auf dem Bodensee, Golfen in Waldkirch

Drei Disziplinen werden ausserhalb der Olma-Messen stattfinden: Die Fussballspiele werden auf dem Gründenmoos durchgeführt, die Segler stechen von Arbon aus auf den Bodensee und die Golf-Wettbewerbe werden in Waldkirch ausgetragen.

OK-Chef Martin Rutishauser rechnet mit Kosten von rund zwei Millionen Franken. «Stadt und Kanton sowie Bodensee-Tourismus wirken im Komitee mit.» Um die Austragung der Spiele hatte sich auch die Region Thurgau-Bodensee beworben. Beide Bewerberdossiers seien gleichermassen überzeugend gewesen, teilte die Stiftung Special Olympics mit. Beim Entscheid des Stiftungsrats habe jedoch die Wertschätzung für die geleistete Pionierarbeit überwogen.