«Die Situation am Bahnhof Gossau ist enorm unbefriedigend»: CVP-Stadtparlamentarier Patrik Mauchle will wissen, wieso es beim geplanten Bushof nicht weitergeht

Immer wieder komme es am Bahnhof in Gossau zu gefährlichen Situationen, schreibt CVP-Stadtparlamentarier Patrik Mauchle in einem Vorstoss. Abhilfe schaffen könnte der neue Bushof, der schon lange geplant ist. Mauchle will vom Stadtrat nun wissen, wieso das Projekt noch nicht umgesetzt wurde.

Michel Burtscher
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Diese Visualisierung zeigt, wie der Bahnhofplatz in Gossau dereinst aussehen wird.

Diese Visualisierung zeigt, wie der Bahnhofplatz in Gossau dereinst aussehen wird.

PD

Eigentlich sollte er schon stehen, der neue Bushof am Bahnhof in Gossau. Geplant war, mit dem Bau im Frühjahr 2018 zu beginnen und diesen im Herbst desselben Jahres abzuschliessen. Das ist jedoch nicht passiert. Bis heute ist vom neuen Bushof noch nichts zu sehen. Verzögert wurde das Projekt durch Einsprachen.

Patrik Mauchle, CVP-Politiker

Patrik Mauchle, CVP-Politiker

PD

CVP-Stadtparlamentarier Patrik Mauchle verlangt vom Stadtrat nun Auskünfte zum Thema. Er hat kürzlich eine Einfache Anfrage eingereicht. Die heutige Situation am Bahnhof sei «enorm unbefriedigend», schreibt Mauchle, zumal der Zustand schon seit längerer Zeit andauere und derzeit kein Ende in Sicht zu sein scheine.

Gefährliche Situationen am Bahnhof

Das Stadtparlament hatte den Baukredit für den Bushof und die Neugestaltung des Bahnhofplatzes im September 2016 einstimmig gutgeheissen, nachdem dem Projekt bereits ein mehrjähriger Planungsprozess vorausging. Um den Bushof sei es ruhig geworden, schreibt Mauchle, konkrete Informationen über den Stand der Einsprachen und das weitere Vorgehen würden auf sich warten lassen. Jedoch:

«Alles andere als ruhig hingegen gestaltet sich die Lage am Bahnhof Gossau.»


Immer wieder komme es auf Grund der unübersichtlichen Verhältnisse wegen des Platzmangels für ankommende und abfahrende Busse zu gefährlichen Situationen, weiss Mauchle zu berichten. Zudem hielten Busse praktisch direkt vor den Hauseingängen zu den Liegenschaften, was für die Bewohner eine grosse Belastung sei, schreibt er weiter.

Perrons sind nicht behindertengerecht

Der Politiker weist in seiner Anfrage darauf hin, dass beim Bahnhof Gossau täglich rund 4000 Busfahrgäste ein- oder aussteigen. Zu Stosszeiten warteten sechs Busse und ein Postauto auf Passagiere, der Bushof sei jedoch nur auf vier Fahrzeuge ausgerichtet und die Perrons seien nicht behindertengerecht.

Konkret will Patrik Mauchle wissen, was die Gründe sind, weshalb das Projekt noch nicht realisiert wurde. Weiter interessiert den CVP-Stadtparlamentarier, was der aktuelle Stand der beiden Einsprachen ist und welche Massnahmen der Stadtrat bisher ergriffen hat, um «die Verzögerungen bestmöglich zu minimieren».

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