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Rorschach will mehr Besucher anlocken und hat dafür einen Plan

Mehr Leben im Stadtzentrum, ein florierendes Gewerbe – das sieht das Rorschacher Entwicklungskonzept vor. Deshalb gibt es jetzt einen Schilderwechsel an der Autobahn.
Martin Rechsteiner
Steht ebenfalls im Rorschacher Konzept: Besucher sollen an den See, aber auch ins Zentrum. Deshalb will die Stadt die Hauptstrasse umgestalten. (Bild: Marcel Muttner)

Steht ebenfalls im Rorschacher Konzept: Besucher sollen an den See, aber auch ins Zentrum. Deshalb will die Stadt die Hauptstrasse umgestalten. (Bild: Marcel Muttner)

Die Rorschacher Behörden wollen von Dornbirn lernen. Mit der Frage: «Wie bringen die Vorarlberger so viel leben in ihre Innenstadt?», hat sich unlängst eine Delegation unter Stadtpräsident Thomas Müller zu den österreichischen Nachbarn begeben (Ausgabe vom Freitag). Was die fünfköpfige Gesandtschaft zurück nach Rorschach gebracht hat, war unter anderem die Erkenntnis, dass der See die Leute zwar anzieht, damit aber in Konkurrenz steht zur Innenstadt. Die Leute müssten vom Ufer ins Zentrum gebracht werden, denn dort warten Läden und Restaurants auf Kundschaft, sagte Müller nach der Rückkehr. Das Einkaufserlebnis müsse mit dem Seeerlebnis verbunden werden.

«Die Tafeln kommen im Herbst.» Thomas Müller, Stadtpräsident Rorschach

Müller weist auf das Stadtentwicklungskonzept hin, das Rorschach seit gut sechs Jahren verfolgt: Denn es sehe genau das vor. So soll die Hauptstrasse neu gestaltet werden. «Sie wird den See und die Innenstadt besser verbinden.» Zudem entstehe am Hafen mit dem Restaurant und der Platzgestaltung in Fussdistanz ein neuer Ort für das Seeerlebnis. Eine Einsprache blockiert das Projekt allerdings.

Weiter will das Konzept die Stadt Rorschach künftig «Seestadt» nennen. Um diesen Namen, der als Marke gedacht ist, zu fördern, müssen entsprechende Tafeln an der Autobahn her, findet Müller. Dazu braucht es eine Bewilligung des Bundes. «Ich habe mich in Bern dafür eingesetzt», sagt er stolz. «Ab Herbst werden Schilder mit der Aufschrift ‹Seestadt Rorschach› die bisherigen mit ‹St. Gallen-Bodensee› ersetzen.»

Es gab Überlegungen für ein Outlet

Die Rorschacher Behörden halten es sich offen, die Marke «Seestadt» beliebig zu erweitern. So soll sie auch als «Seestadt-Shopping» geführt werden. Schmiedet Rorschach Angriffspläne auf Einkaufs-Orte wie St. Gallen, Konstanz oder das Vorarlberg? «Nein», sagt Thomas Müller. Es habe zwar einmal die Überlegung gegeben, ein Outlet in der Hafenstadt zu errichten. «Die Idee war aber schnell vom Tisch, wir sind dafür zu weit weg von der Autobahn.» Die Marke «Seestadt-Shopping» sei mehr ein Mittel im Kampf gegen die leeren Gewerbeflächen. «Ladenbesitzer und Ketten ziehen sich von immer mehr Plätzen zurück und setzen auf einige wenige Standorte. Und Rorschach soll ein solcher werden.» Dafür brauche es ein glaubwürdiges Konzept mit starker Marke, mit der sich die Stadt positioniere. Dieses richte sich an die Gewerbler und Konzerne. «Wir wollen und müssen sie dazu überzeugen, hier zu bleiben.»

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