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"Markant weniger Cybermobbing": Die Schule Gossau baut die Medienpädagogik aus

Der Medienpädagoge der Schule Gossau geht in Pension. Nach den Sommerferien übernehmen zwei Neue die Fachstelle und das Pensum wird erhöht. Denn die Sensibilisierung für Risiken im Internet hat sich bewährt und Mobbingfälle haben abgenommen.
Johannes Wey
Medienpädagoge Thomas Dörig geht in Pension. Die von ihm aufgebaute Fachstelle Medienpädagogik in Gossau wird nun aufgestockt. (Bild: Urs Bucher, 7. August 2014)

Medienpädagoge Thomas Dörig geht in Pension. Die von ihm aufgebaute Fachstelle Medienpädagogik in Gossau wird nun aufgestockt. (Bild: Urs Bucher, 7. August 2014)

Ein bisschen Pioniergeist war dabei, als die Schule Gossau 2013 erstmals einen Medienpädagogen einstellte. Denn die Chancen und Risiken des Internets für Jugendliche waren damals zwar schon ein vieldiskutiertes Thema, doch eigene Fachleute beschäftigten die Schulen kaum. Arbeit gab es für Thomas Dörig mehr als genug, fiel sein Stellenantritt doch genau in die Zeit des Tablet-Pilotprojekts und der flächendeckenden Einführung von elektronischen Wandtafeln. Die Projekte begleitete der Medienpädagoge eng und unterstützte auch die anderen Lehrkräfte.

Aus Sicht des Schulrats hat sich die Fachstelle Medienpädagogik mit ihren 60 Stellenprozent bewährt. Mit der Pensionierung von Dörig wird sie nun sogar ausgebaut: Nathanael Trüb wird in einem 60-Prozent-Pensum für die Primarschule tätig sein, Daniel Schär mit 30 Prozent für die Oberstufe. Und beide werden wie bisher auch bei anderen Schulen beschäftigt sein.

Der Austausch mit den Eltern fruchtet am meisten

«Diese Aufteilung ist neu», sagt der Gossauer Schulpräsident Urs Blaser. In der Primarschule sei ein grösseres Pensum nötig, weil die Schüler, den Kindergarten eingerechnet, insgesamt acht Jahre dort verbringen. «In dieser Zeit machen die Kinder eine grosse Entwicklung durch – auch im Umgang mit Neuen Medien», sagt Blaser. Deshalb bekommt jede 4. Klasse einen Besuch des Medienpädagogen. Elternabende mit dem Medienpädagogen gibt es im 2. Kindergarten sowie der 2. und der 4. Klasse. «Direkte Kontakte mit den Eltern bringen am meisten», sagt Blaser. Dieses Erkenntnis sei mit ein Grund für den Ausbau gewesen. In der Oberstufe gibt es zwei Klassenbesuche, wobei die Schülerinnen und Schüler vor allem Fragen stellen können.

Orientierung im Mediendschungel

«Wie gross das Bedürfnis nach Medienpädagogik ist, wurde uns erst voll bewusst, nachdem Thomas Dörig seine Stelle angetreten hatte», sagt Blaser. Dörig habe aufgezeigt, wo Handlungsbedarf bestehe, aber auch die Bedürfnisse von Eltern und Schülern erst richtig aufgenommen.

«Vorfälle mit Cybermobbing haben in der Schule Gossau markant abgenommen. Ich schreibe das der Medienpädagogik und der Schulsozialarbeit zu», sagt Blaser. Er sei stolz auf das, was Thomas Dörig als erster Medienpädagoge aufgebaut habe.

Eine weitere Aufgabe von Dörigs Nachfolgern bleibt die Unterstützung der anderen Lehrkräfte im Umgang mit neuen Lehrmitteln und die Begleitung von Projekten im Zusammenhang mit Neuen Medien. Zudem beurteilten sie die neuartigen Lehrmittel, deren Angebot in den letzten Jahren unglaublich gewachsen und immer mehr auf elektronische Nutzung ausgerichtet sei.

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