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Alte Mörschwiler Fabrik wird bald bewohnt

Bei der ehemaligen Schifflistickerei- und Modelleisenbahnfabrik in Mörschwil kommt der Umbau zu Reihenhäusern gut voran. Dies, obwohl es eine böse Überraschung gab.
Sebastian Schneider
Die Bauarbeiten schreiten gut voran. (Bild: Sebastian Schneider)

Die Bauarbeiten schreiten gut voran. (Bild: Sebastian Schneider)

Der Bauleiter hat fast schon ein schlechtes Gewissen. «Unsere Baustelle war in den vergangenen Wochen sehr laut, die Anwohner mussten einiges ertragen», sagt Edi Aldobasic. Wo einst Schifflistickmaschinen ratterten, wird in etwa einem Jahr gewohnt und gelebt. Aus der ehemaligen Fabrikhalle, wo zuletzt die HAG Modelleisenbahnen AG untergebracht war, entstehen neun Eigentumshäuser.

Architekt Andy Senn versucht bei diesem Projekt so viel Originalsubstanz zu belassen wie möglich. «Mindestens 30 bis 40 Prozent wird erhalten bleiben», sagt Aldobasic. Man hätte sich auch mehr vorstellen können, doch wer eine alte Fabrik in hochwertige Reihenhäuser umbauen will, der kann laut Aldobasic immer wieder auf «böse Überraschungen» stossen. So geschehen etwa im östlichen Teil der alten Fabrik. «Das Gebäude hatte sich aufgrund des weichen Untergrunds abgesenkt, und es entstanden Risse in den Wänden.» So müsse man Pfähle in den Boden treiben und das Erdgeschoss wieder anheben.

Immerhin: Mit den schweren und lauten Bohrmaschinen haben die Bauarbeiter Erfahrung. Denn die Tiefgarage muss ebenfalls mit Pfählen gestützt werden. Der Boden habe ganz schön vibriert, als man bis zu 16 Meter tief in den Boden bohrte. «Und die Lärmbelastung für die Anwohner muss sehr gross gewesen sein», sagt Aldobasic. Nun aber seien die «schlimmsten» Arbeiten erledigt.

Einige Bodenplatten konnten bereits gegossen werden, andere Flächen werden dafür vorbereitet. Unterhalb der grossen Industriefenster sind Aussparungen im Boden zu sehen. «Da entstehen Liftschächte», erklärt der Bauleiter. Jedes Haus bekommt nämlich seinen eigenen Lift.

Modelleisenbahn in der Zeitkapsel

Schreiten die Bauarbeiten planmässig voran, müssten die Häuser, von denen die letzten noch zum Verkauf stehen, nächsten Frühling bezogen werden können. Nun aber, in zirka zwei Wochen, will Aldobasic eine Grundsteinlegung vornehmen. Dabei soll eine Zeitkapsel mit Bauplänen und einer «Tagblatt-Ausgabe» einbetoniert werden. Zudem will der Bauleiter eine kleine Modelleisenbahn dazulegen und – wenn er eines auftreiben kann – auch ein Stickerei-Tüchlein.

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