Die Rorschacherberger Kult-Badi Hörnlibuck erhält einen neuen Badestrand – das freut auch die Natur

Grosse Steine haben bis anhin einen Teil des Ufers im Hörnlibuck versperrt. Nun wird die Bucht renaturiert und für Badegäste attraktiver.

Lisa Wickart
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Ein Bagger hat die Gesteinsbrocken am Ufer des Hafens Hörnlibuck in Rorschacherberg bereits abgetragen. Hier soll nun ein Kiesstrand entstehen.

Ein Bagger hat die Gesteinsbrocken am Ufer des Hafens Hörnlibuck in Rorschacherberg bereits abgetragen. Hier soll nun ein Kiesstrand entstehen.

Bild: Lisa Wickart

Steinig, verwachsen und wenig einladend für Badegäste – so hat bisher ein grosser Teil des Hafens Hörnlibuck in Rorschacherberg ausgesehen. Dies soll sich nun ändern. Die Gemeinde plant eine Renaturierung des Ufers, wobei die grossen Steine am Wasser einem Kiesstrand weichen sollen. Die Bauarbeiten dafür haben vor einigen Tagen begonnen.

Gemeindepräsident Beat Hirs zeigt sich erfreut: «Endlich kommen die klobigen Steinbrocken weg.» Gemäss Hirs ist geplant, dass das Ufer Richtung Liegewiese abgeflacht und Richtung Wasser aufgeschüttet wird. Die Steine und die Bäume am Ufer sind dafür bereits entfernt worden. Nachdem der Strand aufgeschüttet wird, werden einheimischen Bäume und Büsche gepflanzt. So würden die Badegäste auch in Zukunft ein schattiges Plätzchen finden.

Die Grossen Steine werden entfernt, der Uferbereich wird stattdessen mit Kies aufgefüllt.

Die Grossen Steine werden entfernt, der Uferbereich wird stattdessen mit Kies aufgefüllt.

Bild: Lisa Wickart

Ein Strand aus Sand anstatt Kies wäre am Hörnlibuck hingegen nicht möglich gewesen: «Da Sand schnell vom See abgetragen werden würde, wird es ein Kiesstrand», sagt Hirs. Das Ufer soll schliesslich möglichst naturnah aussehen und der bestehenden Badebucht ähnlich sein. Geplant wurde das Projekt vom Altstätter Büro OePlan, das 2019 bereits für die Renaturierung des Staader Seeufers verantwortlich war.

Kanton fordert Renaturierung des Ufers

Die Badebucht wird nicht nur wegen der Gäste umgestaltet, sondern hauptsächlich, weil es eine Vorgabe des Kantons ist. Die Hörnlibuck AG, an der die Gemeinde Rorschacherberg beteiligt ist, musste für den Weiterbestand des Hafens eine neue Bewilligung beantragen. «Der Kanton hat die Konzession verlängert und dafür gefordert, dass die Hörnlibuck AG einen ökologischen Ausgleich schafft», sagt Hirs. Die Logik dahinter sei, dass, weil der Natur mit der Nutzung des Hafens etwas weggenommen werde, ihr mit der Renaturierung wieder etwas zurückgegeben werden solle.

Die Kosten für die Umgestaltung der Badebucht übernimmt die Hörnlibuck AG. «Die Renaturierung wird aus der Vermietung der Hafenplätze finanziert», sagt Hirs. Die Bauarbeiten würden voraussichtlich bis kommenden Frühling andauern. Währenddessen werde der östliche Teil des Hafens nur beschränkt zugänglich sein. Gemäss dem Gemeindepräsidenten wird die gesamte Anlage bis zur Badesaison wieder für die Gäste bereit sein.