Kommentar

Die Riethüsli-Kinder sind die hohen Investitionen ins Schulhaus wert

Das neue Schulhaus im Riethüsli kostet beinahe 50 Millionen Franken. Das ist viel Geld. Ein Ja am 29. November ist aber angezeigt. Das schreibt Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion, in seinem Kommentar.

Daniel Wirth
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Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Ralph Ribi

Fast 50 Millionen Franken sind eine Stange Geld. Gerade in Zeiten der Coronapandemie, in denen der Stadt in den nächsten Jahren hohe Steuerausfälle, sich auflösendes Eigenkapital und eine Zunahme der Verschuldung drohen, ist die Frage erlaubt, ob solche hohen Investitionen in den Bau eines neuen Schulhauses sinnvoll sind oder nicht. Die Antwortet lautet: Sie sind es.

Die Schulinfrastruktur im Riethüsli-Quartier wurde mit Beginn in den 1960er- bis Anfang der 1980er-Jahre in Etappen gebaut; sie ist am Verlottern und entspricht nicht mehr den Anforderungen eines modernen Unterrichts. Die Stadt hat eine Sanierung geprüft und ist zum Schluss gekommen: Ein Neubau ist in der Abwägung der Kosten und des Nutzens sinnvoller als eine Renovation der alten Gebäude.

In den Baukosten von 47,8 Millionen Franken sind neben dem Schulhaus mit Platz für ein Dutzend Klassen auch der Bau einer Doppelturnhalle und Räume für die Tagesbetreuung von 111 Kindern eingeschlossen. Das Riethüsli, ein ausgesprochenes Familienquartier, erhält mit dem Neubau also viel mehr als bloss eine Schule – und das nach langer Wartezeit; 2013 war die Investition mit dem Sparpaket «Fit13plus» vorläufig auf Eis gelegt worden.

Die Schulkinder sind die hohen Investitionen wert, auch in finanziell schwieriger Zeit. Eines versteht sich von selbst: Die Planer müssen alles daran setzen, die einkalkulierten Reserven von rund 6 Millionen Franken nicht aufzubrauchen.