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Hitzemonat Juli: Die Region am See trocknet aus

Der Juli hat auch der Bodenseeregion extrem trockenes und heisses Wetter gebracht. Zum Baden im See war der Monat ideal. Für die Landwirtschaft wird der Wassermangel allerdings langsam prekär.
Andreas Walker

Der Juli begann am Bodensee bereits mit zwei sonnigen Sommertagen, die von einem Hochdruckgebiet über Nordeuropa verursacht wurden. Vom 2. bis am 5. Juli floss aus Südwesten und Westen Gewitterluft zum Bodensee, was vor allem am 3. und 5. Juli verbreitet Schauer und Gewitter und am 6. Juli weitere Regenfälle auslöste.

Vom 7. bis am 14. Juli lag auch die Ostschweiz meist im Einflussbereich von Hochdruckgebieten über den Britischen Inseln und Mitteleuropa. Sie sorgten für sonniges und heisses Sommerwetter und die Tagesmaximumtemperatur stieg am Bodensee auf 28 bis 30 Grad. Am 10. und 11. Juli zog eine schwache Störung über die Alpen, die vor allem der Ostschweiz etwas Bewölkung brachte. Am 15. Juli lag die Schweiz unter dem Einfluss von Höhenkaltluft, was dem Bodenseegebiet abermals etwas Niederschlag bescherte. Danach herrschte bereits wieder sonniges Wetter vor. Schliesslich verursachte ein kräftiges Hochdruckgebiet über Nordeuropa vom 18. bis 20. Juli erneut heisses Sommerwetter und bescherte der Bodenseeregion Temperaturen von über 30 Grad. Am Nachmittag des 20. Juli setzte eine Südwestströmung ein, die am 21. Juli in verschiedenen Regionen gewittrige Regengüsse brachte. Die regnerische Witterung hielt sich in der Region Rorschach auch am 22. Juli, während im Westen und Süden bereits das nächste Hoch mit heissem Wetter im Anzug war.

Grosse Sommerhitze mit Temperaturen über 30 Grad

Vom 23. bis am 27. Juli herrschte am Bodensee heisses Hochdruckwetter und die Tagesmaximumtemperatur erreichte 31 bis 33 Grad, im Wallis und im Tessin sogar 34 bis 35 Grad. Damit konnte am Abend des 27. Juli die eindrückliche Jahrhundert-Mondfinsternis unter idealen Bedingungen beobachtet werden. Der Durchzug einer Regenzone mit Gewittern aus Westen am 28. Juli brachte nur eine kurze vorübergehende Linderung der hochsommerlichen Wärme.

Ab dem 29. Juli herrschte am Bodensee wieder sommerliche Hitze und die Tagesmaximumtemperatur stieg verbreitet über 30 Grad. Der Juli klang in Rorschach aus mit einer Bundesfeier auf der Arion-Wiese mit Bundesrat Ignazio Cassis bei traumhaftem Sommerwetter und dem Feuerwerk über dem See. Die üblichen Privatfeuerwerke zum 1. August wurden infolge der extremen Trockenheit verboten.

Verheerende Trockenheit und extreme Wärme

Nach Angaben von Meteo Schweiz erreichte nach dem zweitwärmsten April, dem fünfwärmsten Mai und dem viertwärmsten Juni auch der Juli einen Spitzenplatz. Im landesweiten Mittel übertrifft er die Norm 1981 – 2010 um 1,9 Grad und gehört damit zu den sechs wärmsten Julimonaten seit Messbeginn 1864. Das Wallis und die Alpensüdseite registrierten regional den drittwärmsten Juli seit Messbeginn. Am Bodensee bei Rorschach betrug die durchschnittliche Julitemperatur 20,8 Grad und war damit 2,2 Grad zu warm.

Das Juli-Wetter brachte landesweit eine grosse Trockenheit. Die ausgeprägte Niederschlagsarmut dauert jedoch nicht erst ein paar Wochen, sondern setzte bereits im April ein. Über die ganze Schweiz betrachtet war es die viert niederschlagsärmste April-Juli-Periode seit Messbeginn 1864. Am Bodensee betrug die Niederschlagsmenge im Juli 67 Liter pro Quadratmeter, was nur 62 Prozent des Durchschnitts entspricht.

Im Juli wurde landesweit eine deutlich überdurchschnittliche Sonnenscheindauer registriert. Auch am Bodensee betrug die Sonnenscheindauer 311 Stunden, was satten 124 Prozent des langjährigen Mittels entspricht.

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