Die Rega kann das «Stephanshorn» wieder anfliegen: Die Klinik hat einen neuen Helikopterlandeplatz

Nach dreimonatiger Bauzeit hat die Klinik in St.Gallen ihren neuen Helikopterlandeplatz in Betrieb genommen.

Drucken
Teilen
Der neue Landeplatz kostete rund 190'000 Franken.

Der neue Landeplatz kostete rund 190'000 Franken.

Bild: PD

(pd/woo) Rund acht Jahre lang hatte die Klinik Stephanshorn keinen Helikopterlandeplatz. Anfang 2012 wurde er stillgelegt: Der Platz wich dem neuen Gesundheitszentrum. Nun hat die Klinik ihren neuen Landeplatz in Betrieb genommen. Dieser liegt nicht wie der alte beim Haupteingang, sondern auf der Nordseite der Klinik mit direktem Zugang zum Notfall und zur Intensivstation sowie zum Operationstrakt. Insgesamt kostete der neue Landeplatz rund 190'000 Franken.

In der Klinik sei man erfreut über den neuen Landeplatz, sagt Christina Bärtsch, Leiterin Kommunikation. «Als Grundversorgerklinik mit Notfallbetrieb und Geburtshilfe kann es immer wieder vorkommen, dass ein lebensrettender Transport in eine Uniklinik nötig ist.»

Als Sicherheits-Back-up habe es in den letzten Jahren eine gute Kooperation mit dem Ostschweizer Kinderspital gegeben. Die Klinik Stephanshorn konnte dessen Landeplatz für Patientenverlegungen nutzen. «Nun sind wir froh, wieder über einen eigenen Landeplatz zu verfügen», sagt Bärtsch.

Aufgrund diverser Renovationsarbeiten und Ausbauten habe sich die Klinik erst im letzten Jahr diesem Projekt widmen können. Ende 2019 starteten schliesslich die dreimonatigen Bauarbeiten.

50 Landungen werden im ersten Jahr erwartet

Der neue Landeplatz entspreche den neusten europäischen Sicherheitsstandards und sei vor Inbetriebnahme von Verantwortlichen der Rega inspiziert worden, schreibt die Klinik in einer Mitteilung. Der Landeplatz liege ideal, da er barrierefrei angeflogen werden könne und kurze Wege zur Notfallaufnahme, zur Intensivstation sowie zum Operationstrakt habe.

Die Hirslanden-Klinik arbeitet mit der Rega sowie mit der Alpine Air Ambulance zusammen. Es werden also Landungen beider Rettungsorganisationen erwartet. «Im ersten Jahr rechnen wir mit rund 50 Landungen», lässt sich Andrea Rütsche, Direktorin der Klinik, zitieren.

Mit den ärztlichen Leitungen der Organisationen sei «das behandelbare Verletzungs- und Krankheitsmuster» definiert worden. «Wir können Patienten mit isolierten Verletzungen, Sportverletzungen, Brüchen und mittelschweren Verletzungen, auch der inneren Organe, aufnehmen», so Rütsche. «Hingegen gehören Patienten mit Polytrauma, Herzinfarkt oder schweren Kopf- und Hirnverletzungen in ein Zentrumsspital.»