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Ratten bevölkern Rorschach

Passanten berichten vermehrt, Ratten am Rorschacher Seeufer beobachtet zu haben. Experten verneinen eine grössere Population in der Region und verweisen auf einen anderen Grund für das Phänomen.
Jolanda Riedener
Ratten sind auch in der Hafenstadt zu Hause. Im Sommer werden sie öfters an der Promenade beobachtet. (Bild: Fotolia)

Ratten sind auch in der Hafenstadt zu Hause. Im Sommer werden sie öfters an der Promenade beobachtet. (Bild: Fotolia)

Es ist einer der warmen Sommerabende, wie man sie in der Region Rorschach dieses Jahr zahlreich erlebt hat. Der malerische Sonnenuntergang über dem Bodensee lockt nach Feierabend viele Leute an die Promenade: Picknicken, Velofahren, Spazieren oder Fussballspielen sind hoch im Kurs. Dies ist die Zeit, in der Nagetiere erwachen: Auch Ratten halten sich gerne am Wasser auf und mögen Essensreste.

Im Blumenbeet raschelt es. Über den Kiesweg nahe des Würth-Haus huscht eine braune Ratte und versteckt sich im Gebüsch. Beim Segelhafen stellt sich ein zweites Exemplar auf die Hinterbeine und schnuppert am Abfallkübel. Eine Mutter und ihr Kleinkind beobachten das Tier. Auf wackligen Beinen schwankt das Mädchen auf die Ratte zu. Die etwa 20 Zentimeter grosse, pelzige Kreatur mit langem Schwanz verschwindet blitzartig zwischen Steinen und Gestrüpp.

Dieses Tier wurde am Rorschacher Ufer fotografiert. (Bild: zvg)

Dieses Tier wurde am Rorschacher Ufer fotografiert. (Bild: zvg)

Wenn es regnet, verlassen die Nager ihre Löcher

Mehrere Passanten haben in den vergangenen Wochen Ratten an der Rorschacher Seepromenade beobachtet: Vor allem zwischen Seerestaurant und Würth-Haus sowie zwischen Kornhaus und Badhütte.

Auf eine Zunahme von Ratten in der Hafenstadt seien diese Beobachtungen jedoch nicht unbedingt zurückzuführen. Remo Städler, Werkhofleiter der Stadt, zum Beispiel, habe diesen Sommer noch kein einziges Exemplar gesehen. Auch dem Tierschutzverein Rorschach und Umgebung sind keine Fälle bekannt. Obwohl Ratten häufig sind, bekommt man die anpassungsfähigen Überlebenskünstler selten zu Gesicht.

Lediglich eine Meldung bezüglich Ratten sei diesen Sommer bei der Stadt Rorschach eingegangen, heisst es auf Anfrage. Dies nach dem heftigen Unwetter und starkem Regen vom 1. August. Aussergewöhnlich sei das nicht, da Regen die Tiere aus ihren Löchern treibt.

Gering mehr Ratten und nicht unbedingt am See

Einige Seepromenadenbesucher berichten, grosse, weiss-gefleckte Ratten gesehen zu haben. Heimisch seien diese nicht: Kammerjäger Werner Strebel, der in Rorschacherberg eine Schädlingsbekämpfungsfirma betreibt, hat dafür aber eine Erklärung. «Es handelt sich wohl um ausgesetzte Tiere, die sich auch mit den Einheimischen paaren.» Das habe er auch schon erlebt. Am See verbuchte der Kammerjäger diesen Sommer jedoch keine Aufträge wegen Ratten.

Mirko Calderara, Wildhüter im Fürstenland-St. Gallen-Bodensee-unteres Rheintal, nimmt in seinem Gebiet nur gering mehr Ratten wahr. Die Population schwanke von Jahr zu Jahr. Eine Erklärung, warum mehr Ratten beobachtet werden, hat er dennoch: Die Leute sind in diesem Sommer aufgrund des schönen Wetters häufiger draussen und bekommen die dämmerungsaktiven Nager folglich auch häufiger zu Gesicht.

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