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Die Passerelle vom UG 25 über den Unteren Graben wird konkret – noch offen ist die Finanzierung

Im Zuge des anstehenden Ausbaus des Parkhauses UG 24 greift die Bauherrin Senn Resources AG die Idee einer Passerelle über den Unteren Graben wieder auf. Sie soll den unteren Rosenberg mit der nördlichen Altstadt verbinden. Das ist aber nicht alles.
David Gadze
Die Passerelle soll über den Unteren Graben ans nordöstliche Ende des Parkhausgebäudes in die Baulücke (rechts) führen. (Bild: Benjamin Manser)

Die Passerelle soll über den Unteren Graben ans nordöstliche Ende des Parkhausgebäudes in die Baulücke (rechts) führen. (Bild: Benjamin Manser)

Die Idee ist nicht neu, aber nun wird sie wieder konkret: Im Zuge des Ausbaus des Parkhauses UG 24, das Ende 2022 unter dem Namen UG 25 wieder eröffnen soll, ist eine Passerelle über den Unteren Graben geplant. Sie soll nicht nur das Parkhaus mit der nördlichen Altstadt verbinden, sondern auch die Müller-Friedberg-Strasse und damit den unteren Rosenberg. «Damit entstünde eine attraktive und schnelle Verbindung ins Herz der Altstadt, dem Marktplatz», sagt Iso Senn, Projektleiter und Verwaltungsrat der Bauherrin Senn Resources AG. Gespräche mit der Stadt hätten bereits stattgefunden.

Der Stadtrat hatte sich 2017 in der Antwort auf eine Interpellation aus dem Stadtparlament ebenfalls für diese Passerelle ausgesprochen.

Schräg über den Unteren Graben

Wie genau diese Passerelle aussehen und wo genau sie durchführen könnte, ist noch nicht ganz klar. Die ursprüngliche Idee, sie vom oberen Ende der Kirchgasse parallel zum St.-Mangen-Pärklein direkt ins erste Obergeschoss des Parkhauses zu führen, dürfte gemäss Senn aber kaum realisiert werden.

Wahrscheinlicher sei, die Passerelle entlang der Kirchgasse bis zum Unteren Graben und von dort schräg über die Strasse ans nordöstliche Ende des Parkhausgebäudes in die Baulücke zu führen. Dort soll sie auf Höhe des ersten Obergeschosses mit dem geplanten Treppenhaus, das auch über zwei Lifte verfügen wird, verbunden werden. Vom zweiten Obergeschoss, das mit den Liften oder über die Treppe erreichbar sein wird, könnte sie dann entlang des Gebäudes zur Müller-Friedberg-Strasse führen.

«Ich stelle mir diese Verbindung vor wie eine Brücke über einen Fluss», sagt Iso Senn. Er betont, dass es eine städtebaulich überzeugende Lösung brauche, also einen relativ schmalen, eleganten Steg. Deshalb sei auch nicht geplant, die Passerelle zu überdachen.

«Wenn es regnet, regnet es auch rundherum. Ein Dach macht also wenig Sinn.»

Zudem wäre eine überdachte Konstruktion wesentlich schwerer, was zusätzliche bauliche Herausforderungen mit sich bringen würde. Denn die gibt es ohnehin: Da der Untere Graben als «internationale Transportstrecke» gilt, ist eine Mindesthöhe von 5,20 Meter bei mindestens zwei Fahrspuren vorgeschrieben. Und aufgrund der Behindertengerechtigkeit darf die Steigung nicht zu hoch sein.

Offen ist noch, wie teuer diese Passerelle wäre und wer sie finanzieren würde. Der Stadtrat hatte in der Antwort auf die erwähnte Interpellation bereits festgehalten, dass es möglich sei, sie als Gemeindeweg zweiter Klasse zu klassieren, sofern sie bis zur Müller-Friedberg-Strasse und nicht nur zum Parkhaus führen würde – und eine «angemessene Beteiligung» in Aussicht gestellt. Iso Senn rechnet aber damit, dass ein wesentlicher Anteil der Kosten auf die Bauherrin entfallen wird – was kein Hindernis für die Realisierung sein soll: «Mir liegt diese Passerelle genauso am Herzen wie das Tiefgaragenprojekt.»

Neue Treppe für schnelle Verbindung zur Uni

Velofahrer müssen sich aber darauf einstellen, nicht über die Passerelle fahren zu können. Denn dafür müsste sie mindestens 4,5 Meter breit sein statt der geplanten drei bis 3,5 Meter. Ausserdem gebe es über die Metzgergasse, die in den kommenden Monaten neu gestaltet werden soll, eine gute Anbindung vom Marktplatz an die Müller-Friedberg-Strasse – trotz des steilen Zwischenstücks zwischen Grabenhalle und «Alpenchique».

Mit der Passerelle allein soll es aber nicht getan sein. Denn Iso Senn erachtet die Verbindung zwischen der Universität St.Gallen und dem geplanten Campus am Platztor als verbesserungsfähig. Seine Vision: Die Dierauertreppe, die unterhalb der Uni von der Dufourstrasse zur Dierauer­strasse führt, mit einer neuen Treppe bis zur Müller-Friedberg-Strasse zu verlängern. Dank dieser und einer weiteren Treppe in der Baulücke neben dem Parkhaus würde sich die Gehdistanz zwischen Uni-Hauptgebäude und neuem Campus um knapp 300 auf rund 500 Meter verringern. «Für die Treppenstadt St.Gallen wäre das eine sehr gute Lösung.»

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