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Die Olma-Garderobe hat ausgedient

Die Olma-Garderobe muss einem anderen Stand weichen. Einen alternativen Standort gibt es nicht.
Christoph Renn
Dario Hefti (links) und Andrin Fröhlich haben die Olma-Garderobe 2015 ins Leben gerufen. (Bild: Sheila Eggmann (19.Oktober 2016))

Dario Hefti (links) und Andrin Fröhlich haben die Olma-Garderobe 2015 ins Leben gerufen. (Bild: Sheila Eggmann (19.Oktober 2016))

Nach der Olma ist vor der Olma: Die Betreiber der Garderobe am Anfang der Jägerstrasse, gleich oberhalb des Haupteingangs zum Messeareal, haben bekannt gegeben, dass sie im kommenden Jahr nicht mehr auf Platz sein werden. «Schweizer Badewelten, der Vermieter des Standes, hat eigene Pläne für die Olma 2020», sagt Mitinitiant Andrin Fröhlich. Bisher konnten Dario Hefti, Marc Scheiwiler und Andrin Fröhlich keinen alternativen Standplatz für die Garderobe finden. «Deshalb sind wir gezwungen, den Betrieb einzustellen.»

2015 hatten die drei damaligen Studenten aus Gossau die Olma-Garderobe ins Leben gerufen. In den vergangenen vier Jahren haben sie ihr Geschäft ausgebaut. «In diesem Jahr bewahrten wir zu Spitzenzeiten bis zu 750 Jacken und andere Gegenstände von Besucherinnen und Besuchern auf», sagt Fröhlich. Sie hätten zudem eine stetig wachsende Stammkundschaft aufbauen können. «Unser Erfolg zeigt, dass die Nachfrage nach einer Garderobe an der Olma besteht.» Deshalb hätten sie insgeheim gehofft, dass sie mit den Organisatoren der Messe für Landwirtschaft und Ernährung eine Lösung finden würden. Leider habe sich nichts ergeben. «Natürlich sind wir im Moment enttäuscht, dass wir den Container vor dem Olma-Haupteingang definitiv verlassen müssen», sagt Fröhlich.

«Die Garderobe war eine gute Sache»

Auch den Verantwortlichen der Olma ist der Erfolg der Garderobe aufgefallen: «Das war eine sehr gute Sache», sagt Messedirektor Nicolo Paganini. Sie seien sich bewusst, dass ein gewisses Bedürfnis bestehe, vor dem Olma-Besuch seine Jacke abzugeben. «Wir haben schon nach Alternativen mit den drei Initianten gesucht.» Doch es gebe ein grosses Problem: «Im Umfeld der Degustationshallen 4 und 5 gibt es keinen vernünftigen Platz.» Auch die Vorräume seien zu klein für den Betrieb einer Garderobe.

Eine Voraussetzung muss die Olma-Garderobe erfüllen: «Wir müssen länger offen haben als die Degustationshallen», sagt Andrin Fröhlich. Denn der Grossteil ihrer Kundschaft gehe in die Hallen 4 und 5. «Deshalb können wir die Garderobe nicht in einer anderen Halle einrichten.» Sie hätten auch schon mit dem Gedanken gespielt, einen Stand am Jahrmarkt zu mieten und dort Jacken entgegenzunehmen. «Das würde aber nicht funktionieren.» Die Garderobe dürfe nicht zu weit von den Degustationshallen entfernt sein. «Keiner will mehr als zwei Minuten laufen, um seine Jacke abzugeben oder wieder zu holen. Vor allem wenn es regnet», sagt Fröhlich.

Die Garderobe ist finanziell interessant

Die drei Initianten bedauern das Ende ihrer Zeit im Container vor dem Haupteingang nicht nur wegen der lustigen Momente. «Für uns war das Geschäft auch finanziell interessant», sagt Andrin Fröhlich. Vor allem zu Beginn, als alle drei noch studierten. «Wir konnten so unseren eigenen Studentenjob schaffen.» Wie viel Geld sie eingenommen haben, lässt er offen. Sie hätten aber bereits Pläne gehabt, ihre Garderobe an der Olma auszubauen.

So stand der Kauf eines eigenen Containers zur Diskussion und auch personell wollten sie aufstocken. «Diese Pläne haben sich nun aber erledigt, weil wir sowieso keinen Platz mehr haben.» Würde sich etwas Neues ergeben, wären sie aber sofort bereit. Ganz vom Olma-Zirkus werden die drei «Hüter der Jacken» nicht verschwinden. «Wir betreiben seit vergangenem Jahr auch die Garderobe im FM1-Zelt», sagt Fröhlich. Dort hätten an guten Tagen 1200 Personen ihre Jacke und anderer Gegenstände abgegeben. «Wir können diese Garderobe wohl auch im kommenden Jahr führen.»

Früher gab es im Olma-Areal die Möglichkeit, seine Jacke abzugeben – in der Halle 7. Als die Halle im Jahr 2000 abbrannte, fand man anschliessend keine Räume für eine Garderobe mehr. Deshalb waren die Studenten 2015 überhaupt auf die Idee gekommen.

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