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Ökostrom vom Kirchendach: Die ökumenische Halden-Kirche in St.Gallen ist das Vorbild

Eine Solaranlage auf dem Kirchendach? Bei der Halden-Kirche in St.Gallen ist dies schon seit Jahren Wirklichkeit. Eine 255 Quadratmeter grosse Fotovoltaikanlage produziert Strom für ein Dutzend Einfamilienhäuser.
Reto Voneschen
Im Sommer 2010 wurde das Dach der Halden-Kirche mit einer Fotovoltaik-Anlage bestückt. (Bild: Hanspeter Schiess (25. Juli 2010))

Im Sommer 2010 wurde das Dach der Halden-Kirche mit einer Fotovoltaik-Anlage bestückt. (Bild: Hanspeter Schiess (25. Juli 2010))

Nicht erst in Zeiten der forcierten Debatten über den Klimawandel ist die Stromproduktion auf Kirchendächern und an Kirchtürmen ein Thema. An einigen Orten in der Schweiz und auch in der Ostschweiz wurden solche Projekte realisiert. In einigen Fällen gingen diesem Schritt allerdings lange und heftige Diskussionen darüber voraus, ob es sich schickt, ein Gotteshaus für die Stromproduktion zu verwenden.

Ein Pionierprojekt in Sachen Solarstrom vom Kirchendach, das schon 2010 den Betrieb aufgenommen hat, steht im Osten der Stadt St. Gallen. Es handelt sich um die ökumenische Halden-Kirche an der Oberhaldenstrasse. Die ökumenische Gemeinde Halden wurde zwischen Anfang und Mitte der 1970er-Jahre gegründet. 1986 löste die heutige Halden-Kirche ein Provisorium ab, die Johannes-Kirche Halden.

Die Schrägdächer der neuen Halden-Kirche bestanden aus Well-Eternit. 2010 sollten sie saniert werden. Ziel waren wärmetechnische Verbesserungen und der Ersatz des ursprünglich eingesetzten Asbests. Die Kosten für diese Sanierung übernahmen die Kirchen, in deren Eigentum das Gebäude ist.

Kirche stellt Dach zur Verfügung, Stadtwerke betreiben Solaranlage

Zugleich wurde damals in die südliche Dachseite eine «dachintegrierte» Solaranlage montiert. Die Kirchen stellten dafür das Dach kostenlos zur Verfügung, die Finanzierung und der Betrieb der Fotovoltaikanlage wurde von den Stadtwerken übernommen. Das Stadtparlament bewilligte dafür im März 2010 einen Kredit von 410000 Franken. Im September 2010 wurde das erste Solardach auf einer Schweizer Kirche mit einem Festgottesdienst eingeweiht.

Seither produziert die rund 255 Quad­ratmeter grosse Fotovoltaikanlage Jahr für Jahr rund 49000 Kilowattstunden Energie. Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa einem Dutzend Einfamilien-Häusern. 2012 wurde das Projekt in der Halden mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet.

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