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Die Neulinge im Gossauer Parlament sind aktiv

Aus dem Gossauer Stadtparlament sind in letzter Zeit gleich vier Mitglieder zurückgetreten. Für die Parteien dürfte das kein Grund zur Trauer sein: Die Nachgerückten zeigen sich engagiert.
Sebastian Schneider
Am Anfang der Legislatur stimmte Désirée Baldegger (vorne) noch mit. Sie ist eine von vier kürzlich zurückgetretenen Parlamentariern. (Bild: Ralph Ribi, 10. Januar 2017)

Am Anfang der Legislatur stimmte Désirée Baldegger (vorne) noch mit. Sie ist eine von vier kürzlich zurückgetretenen Parlamentariern. (Bild: Ralph Ribi, 10. Januar 2017)

Die laufende Legislatur hat es in sich: Seit Beginn im Januar 2017 ist es in der Gossauer Politik zu zahlreichen personellen Wechseln gekommen. Den Anfang machte Stadtrat Stefan Lenherr, Stadtpräsident Alex Brühwiler zog nach. Während des Wahlkampfs um ihre Nachfolger gab es zudem eine Rücktrittsschwemme im Stadtparlament. Zwischen September und Dezember verabschiedeten sich gleich drei Mitglieder von der Gossauer Lokalpolitik.

Im März kam ein weiterer Rücktritt hinzu, weshalb das Gossauer Stadtparlament die höhere Rücktrittsquote hat als jene in Wil und in St.Gallen (siehe unten. Aus strategischer Sicht ist es für die Parteien besser, die Wechsel in der zweiten Hälfte der Legislatur vorzunehmen. So werden sie vor den Wahlen zum Thema, und die neuen Köpfe können sich bereits in Position bringen. Doch die Gründe für einen Rücktritt sind individuell, wie die vier Gossauer Beispiele zeigen. Und für die Parteien haben die Rücktritte sein Gutes: Die vier neuen fallen alle mit einem besonderen Engagement auf.

Besonders viele Wechsel in der SVP

Mit dem Rücktritt von Marlis Eeg-Blöchliger (SP) im September startete der Parlamentarier-Exodus. Eeg gab gesundheitliche Gründe für ihren Rücktritt an. Es sei nichts Lebensbedrohliches, erklärte darauf Parteipräsident Ruedi Blumer. Marlies Eeg müsse einfach kürzertreten. Auf der anderen Seite freute sich Schulleiter Blumer über das Nachrücken von Werner Bischofberger. Da es aus seiner Sicht zu wenige Pädagogen im Parlament gibt, kam der pensionierte Lehrer Bischofberger gerade zur richtigen Zeit.

Werner Bischofberger (SP). (Ralph Ribi)

Werner Bischofberger (SP). (Ralph Ribi)

Und nun zeigt sich, dass mit ihm ein äusserst aktives Mitglied im Parlament Platz genommen hat. Bischofberger ist nicht nur an fast jeder öffentlichen Veranstaltung anzutreffen, er hat in wenigen Monaten bereits drei Einfache Anfragen eingereicht. Macht Bischofberger in diesem Takt weiter, avanciert er in wenigen Jahren zum neuen Vorstosskönig.

Brigitta Mettler (FDP). (PD)

Brigitta Mettler (FDP). (PD)

Er wolle jüngeren Kräften Platz machen, begründete Felix Koller (FDP) Anfang des vergangenen November seinen Rücktritt. Für ihn rückte Brigitta Mettler nach, die politisch erstmals sichtbar wurde, als sie in der Findungskommission von Wolfgang Giella mitwirkte. Überdies war sie Mitglied im Verwaltungsrat des FC St. Gallen vor der Hüppi-Ära.

Pascal Fürer (SVP). (PD)

Pascal Fürer (SVP). (PD)

Die meisten Wechsel erlebte aber die SVP. Zuerst nahm der Arnegger Remo Schelb den Hut. Es sei ein «persönlicher Entscheid», hiess es offiziell. Es war aber ein offenes Geheimnis, dass es innerhalb der Fraktion und der Partei Streit gegeben hatte. Für Schelb rückte der damalige Parteipräsident Pascal Fürer nach. Nur Monate später kam für Fürer der nächste Karriereschritt: Er durfte in den Kantonsrat nachrücken. Drei Ämter wären für den 24-jährigen Politiker aber zu viel des Guten, kürzlich gab er das Parteipräsidium ab.

Andreas Oberholzer (SVP). (PD)

Andreas Oberholzer (SVP). (PD)

Sein Nachfolger ist Andreas Oberholzer – notabene wieder ein nachgerückter Parlamentarier. Oberholzer erbte den Sitz von Désirée Baldegger, die wegen ihres Umzugs nach St. Gallen zurückgetreten war.

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