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Die Metzgerei Grüebler hat grosse Pläne für Gossaus Zentrum

Die Metzgerei Grüebler will die Ladenfläche vergrössern. Der Platz für den Ausbau soll im Nachbarhaus entstehen.
Sandro Büchler
Das Haus mit der gelben Fassade soll abgerissen und einem Neubau weichen müssen. Bereits zeigen Visiere die zukünftige Giebelhöhe an. (Bild: Michel Canonica)

Das Haus mit der gelben Fassade soll abgerissen und einem Neubau weichen müssen. Bereits zeigen Visiere die zukünftige Giebelhöhe an. (Bild: Michel Canonica)

Das Haus der Metzgerei Grüebler an der St.Gallerstrasse 46 in Gossau wirkt etwas eingeklemmt zwischen den beiden Modehäusern Wirth und Mewis. Seit 80 Jahren verkauft der Familienbetrieb an diesem Standort Würste, Fleisch und frisch zubereitete Mittagsmenus.

Rafael Grüebler, Inhaber und Geschäftsführer der Metzgerei Grüebler in Gossau (Bild: PD)

Rafael Grüebler, Inhaber und Geschäftsführer der Metzgerei Grüebler in Gossau (Bild: PD)

Der Platz für den Metzgereibetrieb sei aber immer knapper geworden, sagt Inhaber Rafael Grüebler. Er habe deshalb nicht lange gezögert, als sich ihm die Möglichkeit bot, die Ladenfläche auf das Nachbarhaus auszudehnen. Grüebler will nicht nur vergrössern. Die ganze Verarbeitung der Metzgerei soll neu unter einem Dach zusammenkommen. «Wir wollen kompakter werden», sagt der Geschäftsführer.

Neubau soll sich in Häuserzeile eingliedern

Das gelbe Haus, in dessen Erdgeschoss aktuell Mode Wirth eingemietet ist, soll deshalb abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das Haus sei alt und renovationsbedürftig, sagt Architektin Monika Fürer. Sie hat die Liegenschaft mit der FCM AG erworben und wird die entstehende Ladenfläche an Grüebler vermieten.

Weil die Metzgerei im Erd- und Kellergeschoss Verkaufsfläche, eine Wursterei und Kühlräume benötige, müsse das Haus von Grund auf neu gebaut werden. In den oberen Stockwerken sollen Wohnungen entstehen. Der Neubau werde um ein Stockwerk erhöht und sich an der Giebelhöhe der benachbarten Gebäude angleichen. Fürer sagt:

«Das Haus fällt mit zwei Geschossen ohnehin etwas aus der Reihe.»

Bei einem Abbruch und Neubau an solch prominenter Lage sind Fragen zum Ortsbild offenkundig. Die Architektin erklärt, dass die Häuserzeile intakt bleiben müsse. «Der Neubau soll sich gut eingliedern.» Das Ortsbild ist geschützt. Auch deshalb müsse man bei der Bauplanung den nötigen Respekt und Sorgfalt entgegenbringen. Fragen zur zukünftigen Fassadengestaltung seien genauso wichtig, wie die Einhaltung des Lärmschutzes der neuen Wohnungen.

Wirth Mode hat weniger Platz

Durch die Erweiterung der Metzgerei verliert das Modehaus Wirth nebenan rund die Hälfte seiner Verkaufsfläche. Wie man dies kompensieren wolle, sei noch offen, teilt man auf Anfrage mit. Rafael Grüebler betont, die Ausbaupläne seien mit allen Parteien abgesprochen. Er habe schon lange den Wunsch geäussert, die Metzgerei zu vergrössern. Denn zurzeit ist der Betrieb auf zwei Gebäude verteilt.

Im südlich an die Häuserzeile angrenzenden Gebäude im Hinterhof der Metzgerei befindet sich das alte Schlachthaus von Grüeblers. Der scheunenähnliche Anbau ist in die Jahre gekommen. Die darin befindlichen Räume zur Fleischverarbeitung würden den gesetzlichen Vorschriften nur noch knapp genügen, sagt Grüebler. Er plant, das Gebäude in einer zweiten Etappe abzureissen, sobald der Neubau an der St.Gallerstrasse bezogen ist.

Entsteht ein neuer Stadtkern?

Noch sei man erst in Gesprächen. Ein neuer Sondernutzungsplan soll den bestehenden Überbauungsplan ersetzen, so dass Gossaus Zentrum zwischen Kirchplatz und Toggenburger-Platz attraktiver werde, sagt Architektin Fürer. «Es laufen verschiedenen Studien mit der Stadtentwicklung.» Grüebler sagt dazu:

«Die Idee von einem neuen Stadtkern gefällt mir sehr gut.»

Sicherlich werde auf dem frei werdenden Raum auch wieder gebaut. Verdichtetes Bauen lautet das Schlagwort. Was im Detail entstehen soll, ist aber noch offen. Erst müsse die Erweiterung über die Bühne.

Würde das alte Schlachthaus (in der Bildmitte) abgerissen, entstünde eine direkte Verbindung zwischen dem Toggenburger-Platz (links) und dem Kirchplatz vor der Andreaskirche (rechts). (Bild: Michel Canonica)

Würde das alte Schlachthaus (in der Bildmitte) abgerissen, entstünde eine direkte Verbindung zwischen dem Toggenburger-Platz (links) und dem Kirchplatz vor der Andreaskirche (rechts). (Bild: Michel Canonica)

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