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Die Maitlisek Gossau bekommt Zuwachs

Ab Sommer besuchen auch Realschülerinnen die private Mädchensekundarschule in Gossau. Die Schülerinnen sollen individueller betreut werden – aber auch mehr Verantwortung übernehmen.
Herbert Bosshart
Bald werden Real- und Sekundarschülerinnen in der Gossauer Maitlisek in der gleichen Klasse unterrichtet. (Bild: Archivbild: Benjamin Manser)

Bald werden Real- und Sekundarschülerinnen in der Gossauer Maitlisek in der gleichen Klasse unterrichtet. (Bild: Archivbild: Benjamin Manser)

Die Katholische Mädchensekundarschule ist seit ihrer Gründung im Jahr 1912 einen Farbtupfer in der Gossauer Schullandschaft. Im Schulalltag fortschrittlich, versteht sich die Maitlisek als Alternative zur öffentlichen Sekundarschule mit bewusst christlich-katholischer Prägung.

Ab nächstem Schuljahr werden auch Realschülerinnen die Maitlisek besuchen. Nun hat der Schulrat ein neues Leitbild abgesegnet. Danach will die Maitlisek eine Privatschule mit eigenem Schulrat und eine «Werteschule» bleiben. Gleichzeitig setzt man auf «agiles und kompetenzorientiertes Lernen».

Individuell lernen in gemischten Klassen

«Neu ist für uns vor allem die Führung von typengemischten Jahrgangsklassen und Niveaugruppen», sagt Schulratspräsidentin Birgit Berger. Schulleiter Matthias Vogel ergänzt: «Wir werden ab dem nächsten Schuljahr in Jahrgangsklassen etwa einen Drittel Real- und zwei Drittel Sekundarschülerinnen haben.» Die unterschiedlichen Niveaus erforderten eine Neuorganisation des Schulbetriebs. «Wir arbeiten neu in Teams, Kompetenzgruppen und öfter in Lernateliers.» Das Lernen an der Maitlisek werde «noch individueller und personalisierter».

In einigen Fächern werde der Lernstoff von jeder Schülerin in ihrem Rhythmus erarbeitet, sagt Birgit Berger. «Das Ziel ist es, ein auf die Stärken jeder einzelnen Schülerin ausgerichtetes und auf die spätere Berufswahl angepasstes, optimiertes Lernen zu ermöglichen.» Im neuen System seien Schülerinnen und Lehrerschaft gefordert, so Matthias Vogel. «Die Schülerinnen müssten sich in vielen Teilen selbst organisieren und Verantwortung für ihr Lernen übernehmen.» Dabei würden sie von den Lehrpersonen eng betreut.

Das System der typengemischten Jahrgangsklassen hat auch pädagogische und räumliche Auswirkungen. Matthias Vogel: «Die Lehrer beschäftigen sich aktuell mit der Gestaltung der Lernprozesse.» So würden die künftigen Lerngruppen definiert und der Lernrhythmus neu bestimmt. «Zudem sind auch räumliche Anpassungen notwendig, welche das analoge und digitale Lernen möglich machen.»

Per Losentscheid in die Oberstufe

Gemäss Leistungsvereinbarung kann die Maitlisek maximal 50 Prozent der Mädchen aufnehmen, die von den Primarschulen in Gossau und Andwil-Arnegg in die Oberstufe übertreten. Die Anmeldung erfolgt durch die Eltern, die Zuteilung zu Real oder Sek auf Empfehlung der Mittelstufenlehrer. Melden sich mehr Mädchen an, als die maximale Quote vorsieht, entscheidet das Los über die Aufnahme. «Das kann für einzelne Mädchen hart sein, lässt sich aber aus Rücksicht auf den ganzen lokalen Bildungsplatz nicht vermeiden», sagt Schulratspräsidentin Berger.

Die neue Leistungsvereinbarung mit der Schule Gossau und der Schulgemeinde Andwil-Arnegg regelt den Finanzierungsmodus und die Zuteilung der Schülerinnen auf die Maitlisek und die Gossauer Oberstufe. Diese Leistungsvereinbarung wurde vom Stadtparlament und der Bürgerschaft der Schulgemeinde Andwil-Arnegg diesem Sommer abgesegnet.

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