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Neue Lernateliers und Handarbeitsraum: Die Gossauer Maitlisek rüstet sich fürs neue Schuljahr

Die Maitlisek bereitet sich für das kommende Schuljahr vor, wenn neu auch Realschülerinnen die Schule besuchen. Dazu steht ein kleiner Umbau an: Unter anderem werden weitere Lernateliers eingerichtet.
Perrine Woodtli
Nach den Sommerferien besuchen auch Realschülerinnen die Gossauer Maitlisek.(Bild: Ralph Ribi (20. Dezember 2017))

Nach den Sommerferien besuchen auch Realschülerinnen die Gossauer Maitlisek.
(Bild: Ralph Ribi (20. Dezember 2017))

Ab dem neuen Schuljahr wird sich in der Maitlisek einiges ändern. Denn die katholische Mädchensekundarschule besuchen künftig auch Realschülerinnen und nicht mehr nur Sekundarschülerinnen, wie es seit der Gründung 1912 der Fall ist. Für das neue Schuljahr haben sich nebst 23 neuen Sekundar- auch 11 Realschülerinnen angemeldet.

Um weiterhin eine individuelle Förderung zu gewährleisten, wird das pädagogische Konzept der Gossauer Maitlisek, die zur typengemischten Oberstufe wird, weiterentwickelt: Die Schülerinnen werden in Jahrgangsklassen eingeteilt und je nach Stärken begleitet und betreut. Die Schule nimmt dazu nun räumliche Anpassungen vor. Ende März erhielt sie die Baubewilligungen für Lernateliers und einen Raum fürs Textile Werken.

Drei Lernateliers für rund 110 Schülerinnen

Die Schule verfügt derzeit über ein Lernatelier – einen Raum für individuelles Lernen. In diesem hätten die Lehrpersonen wertvolle Erfahrungen gesammelt, sagt Schulratspräsidentin Birgit Berger-Cantieni. Dass man nun zwei weitere realisiere, hänge mit dem typengemischten Unterricht zusammen. Aber nicht nur.

«Wir planen schon länger die Realisierung von Lernateliers. Jetzt, in Anbetracht der Entwicklungen, ist der Zeitpunkt ideal.»

Aus vier Schulzimmern sollen zwei Lernateliers werden. So stehe künftig jeder Jahrgangsstufe eines zur Verfügung. Die Bauarbeiten sind in den Sommerferien geplant. «Obwohl nur zwei Wände eingerissen werden, würden die Arbeiten den Schulbetrieb tangieren. Deshalb nutzen wir die Ferien.»

Weiter soll mehr Platz für das Textile Werken geschaffen werden. 2015 erwarb die Maitlisek die angrenzende Liegenschaft der ehemaligen Amagosa AG. Dort befindet sich ein Wohnhaus und eine Lagerhalle, welche die Schule vermietet. In den ehemaligen Büroräumen im Erdgeschoss besuchen die Klassen das Bildnerische Gestalten. Im ersten Stock sollen sie bald auch Häkeln und Stricken erlernen.

Birgit Berger-Cantieni, Schulratspräsidentin Maitlisek (Bild: PD)

Birgit Berger-Cantieni,
Schulratspräsidentin Maitlisek (Bild: PD)

Man wolle die restlichen Räume schon länger nutzen, sagt Berger. «Bislang war dies aber nicht möglich.» Damit die Büroräume in einen Schulraum umgenutzt werden können, sind gewisse Voraussetzungen notwendig. So benötigt der Raum im ersten Stock einen Fluchtweg und somit einen separaten Zugang. «Wir mussten zunächst einige Dinge abklären, bevor wir weiterplanen konnten und grünes Licht erhielten.»

Derzeit unterrichtet die Lehrperson für textiles Werken im Hauptgebäude der Maitlisek. Mit der Verlagerung in das Nebengebäude, erhalte man auch im Schulhaus mehr Luft, sagt Berger. Zudem seien so künftig die kreativen Fächer unter einem Dach. Das Schulzimmer für das Werken soll noch vor den Sommerferien eingerichtet werden. «Diese Arbeiten tangieren den restlichen Schulbetrieb weniger.» Laufe alles nach Plan, könne man während der Ferien zügeln.

Weg vom Schulzimmer-Gedanken

Matthias Vogel, Schulleiter (Bild: Hanspeter Schiess)

Matthias Vogel, Schulleiter (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Mädchenschule muss sich nicht nur räumlich vorbereiten. Als typengemischte Oberstufe müsse sie zahlreiche Reglemente, etwa bezüglich Beurteilung und Begleitung, anpassen, sagt Schulleiter Matthias Vogel. «Wir besprechen derzeit zudem mit den Lehrpersonen, wie wir den Unterricht gestalten, damit alle Kompetenzen der Schülerinnen gefördert werden.» Per Anfang Schuljahr wird zudem ein Coaching eingeführt. Diese Funktion gehe über jene eines Klassenlehrers hinaus. «Wir wollen den Betreuungsfaktor pro Schülerin erhöhen. Ziel ist es, von allen zu wissen, wo sie persönlich und schulisch stehen», sagt Vogel.

Die baulichen Anpassungen sind für ihn «eine logische Konsequenz». «Wir setzen schon länger auf selbst gesteuertes Lernen. Weil der individuelle Lernprozess ein zentrales Element der Potenzialentfaltung ist, braucht es Lernateliers für alle Jahrgangsteams.» In absehbarer Zukunft sollen zudem weitere Anpassungen folgen: Die heutige Situation mit den Gruppenräumen sei nicht optimal, weshalb man diese ebenfalls ausbauen wolle.

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