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2. Stägestadt-Tag in St.Gallen: Eine Gelegenheit, die Treppen neu zu entdecken

Eine neue Stadtführung, ein internationaler Preis und ein zweiter Treppentag im September: Die Initiative Stägestadt St.Gallen macht vorwärts.
Roger Berhalter
Die Gesstreppe in St.Gallen, die hinauf zum Buebenweier führt, wird erneut zum Schauplatz kultureller Darbietungen. (Bild: Ralph Ribi)

Die Gesstreppe in St.Gallen, die hinauf zum Buebenweier führt, wird erneut zum Schauplatz kultureller Darbietungen. (Bild: Ralph Ribi)

Treppen sind dazu da, um von A nach B zu gelangen. Gerade in der hügeligen Stadt St.Gallen sind sie für Fussgänger die schnellsten vertikalen Verbindungen. Treppen sind aber nicht nur dazu da, um von A nach B zu gelangen, findet Patrick Fust, Initiant des Projekts Stägestadt. Seit gut drei Jahren widmet sich Fust – mittlerweile unterstützt von einer gewachsenen Projektgruppe – den öffentlichen Treppen der Stadt.

Diese Gruppe findet immer wieder neue Zugänge zu den alltäglichen Treppen. Jüngstes Beispiel: Im März lud sie zusammen mit der Kantonsbibliothek zur Vorführung «Treppen im Film». Kay Kröger, Peter Müller und Andreas Stock zeigten Filmausschnitte mit Treppen, und die rund 50 Anwesenden erfuhren zum Beispiel, warum Regisseur Alfred Hitchcock in seinen Filmen häufig Treppen zeigte.

Gratis-Trainingsgeräte 
und vieles mehr

In St.Gallen gibt es 140 öffentliche Treppen mit 13000 Stufen. «Eine so hohe Dichte findet sich sonst wohl nirgends», sagt Patrick Fust. Mit der Stägestadt-Initiative verfolgt er ein einfaches Ziel: Die Leute auf die Treppen zu bringen. Denn wer Treppen steigt, bewegt sich an der frischen Luft – und das ist aus gesundheitlicher Sicht begrüssenswert. So gesehen sind Treppen auch Gratis-Trainingsgeräte. «Es braucht nichts Zusätzliches. Die Treppen sind ja schon da, man muss sie nur benutzen», sagt Fust.

Erste öffentliche Führung durch die Stägestadt St.Gallen

Rund 40 Führungen durch die Gallusstadt hat St.Gallen-Bodensee Tourismus im Programm, und seit neustem gehört auch eine Stägestadt-Führung dazu. Am Samstag, 14 bis 16 Uhr, findet sie zum ersten Mal statt. Treffpunkt ist bei der Tourist-Info an der Bankgasse 9 in St.Gallen (Anmeldung hier).

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren Interessantes über die Treppen in der Stadt. Es geht um Historisches und Technisches und um Gesundheitsförderung: Wie kann man besonders sportlich Treppensteigen? Welche Haltung ist dabei die ergonomischste? Welche Rolle spielten die Treppen in der Stadtgeschichte? Nach welchen Normen baut die Stadt ihre Treppen? Die nächste Stägestadt-Führung findet am 9. August um 17 Uhr statt.

Patrick Fust, Initiant der Stägestadt St.Gallen. (Bild: Michel Canonica, 24.8.2016)

Patrick Fust, Initiant der Stägestadt St.Gallen. (Bild: Michel Canonica, 24.8.2016)

Es geht nicht nur um Sport. Treppen sind vielfältig nutzbar, wie der erste Stägestadt-Tag im vergangenen Sommer anschaulich bewiesen hat. Zwar wurde auch dort geschwitzt; Salomé Kora lud zu einem Sprinttraining. Die Treppenstufen dienten aber auch für Lesungen und Konzerte, Tanzvorführungen und Schauspieleinlagen.

Zweiter Stägestadt-Tag 
am 8. September

Der Anlass war ein Erfolg und wird nun fortgesetzt: Am Sonntag, 8. September, findet der zweite Stägestadt-Tag statt. Diesmal auf zwei Treppen: Auf der Gesstreppe, die vom Dreilindengässlein hinauf zum Buebenweier führt, wird ein Kulturprogramm geboten: Konzerte, Lesungen, Treppengeschichten, ein Stufentanz und mehr.

Auf dem Brauersteig weiter östlich stehen die sportlichen Aspekte im Vordergrund, mit Konditionstrainings, Fitnessshows, Familienspielen und einem Rennen. Das Programm ist so ausgelegt, dass die Besucher zwischen den Treppen hin- und herpendeln können.

Die Stägestadt St.Gallen hat neulich sogar international Aufsehen erregt. Im April hat das Stägestadt-Team einen Preis der Internationalen Bodensee-Konferenz gewonnen. Eine Jury kürte das Projekt zum Sieger des Preises für Gesundheitsförderung und Prävention in der Kategorie Kreativität. «Wir haben uns gefreut wie Kinder», erinnert sich Fust an den Anlass in Bregenz, wo er viele positive Rückmeldungen erhalten habe. Jetzt wisse man zum Beispiel auch in Stuttgart, dass St.Gallen viele Treppen hat.

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