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Die kuriosesten Einsätze der Stadtpolizei St.Gallen im Jahresrückblick

Eine Schildkröte, ein zu hoher Lastwagen und heisse Stunden in einer Sauna: Stadtpolizisten und Feuerwehrleute rückten 2018 zu Einsätzen aus, die nicht alltäglich sind.
Christoph Renn
«Bilden sie sich weiter»: Autofahrerin fährt aus unbekannten Gründen in Werbetafel. (Bild: Stapo SG)

«Bilden sie sich weiter»: Autofahrerin fährt aus unbekannten Gründen in Werbetafel. (Bild: Stapo SG)

Wenn Polizisten zu Einsätzen ausrücken, treffen sie oft auf gefährliche, tragische und aufwühlende Situationen. Doch gibt es auch Fälle, welche die Beamten zum Schmunzeln bringen. Oft sind es genau diese Vorfälle, die den Einsatzkräften in Erinnerung bleiben. Dabei sind es nicht nur witzige Situationen, auch aussergewöhnliche und tierische Einsätze finden ihren Platz in dieser Jahreschronik.

Da ist zum Beispiel die Landschildkröte, die sich in ein Kanalbecken der Sitter verirrt hat. «Zwei Kinder entdeckten das Tier», sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen. Die Schildkröte drohte zu ertrinken. Doch konnten Beamte das Tier mit tatkräftiger Mithilfe der Familie retten. Ausgesetzt wurde auch eine Katze in St.Georgen an der Bushaltestelle Mühlegg. Die Polizei startete gar einen Zeugenaufruf.

«Für einige Tage war sie Thema Nummer 1 im Quartier. Leider konnten wir den Besitzer nie finden», sagt Widmer. Brenzliger wurde der Einsatz für die Beamten bei einer 50 Zentimeter langen Schlange. «Bald stellte sich aber heraus, dass sie ungiftig ist und wir konnten sie zum Glück einfangen.» Auch Schafe und Rehe hielten die Polizisten 2018 auf Trab.

HSG-Studenten randalieren bei SP

Bereits zum zweiten Mal in Folge schaffen es HSG-Studenten in diese Auswahl. Wieder artete eine Party aus. Dieses Mal urinierte jedoch kein Betrunkener an die Fassaden in der Altstadt und es wurden auch keine Polizisten angepöbelt. Dafür beschädigten Partygäste im Alkoholrausch die Tür zum SP-Sekretariat mit einem Schirmständer. Die Partei mutmasste, ob es sich um eine politisch motivierte oder um eine sinnlose Tat handelte.

Aussergewöhnlich war für die Stadtpolizei der Hitzesommer. «Wir mussten deshalb immer auf Trab sein», sagt Dionys Widmer. Und am 6. August entfachte dann ein Feuer im Menzlenwald. Polizei und Feuerwehr waren schnell vor Ort und konnten den Brandherd löschen. Trotzdem breitete sich das Feuer auf einer Fläche von zirka 100 Quadratmeter aus. Etwas zu heiss ging es 2018 in einem Garten an der Tigerbergstrasse zu und her. Und dies bereits im Februar.

Bei der Polizei wurde eine starke Rauchentwicklung gemeldet. Vor Ort zeigte sich, dass der Rauch aus einer Sauna kommt. Um den kalten Wintertagen entgegenzuwirken, haben es die Saunisten mit dem Aufguss wohl etwas übertrieben und die Kelle gleich noch auf dem heissen Ofen liegen lassen.

Mit Lastwagen in Brücke gefahren

Wie jedes Jahr halten Autofahrer die Polizei auf Trab. 2018 war vor allem für Lastwagenchauffeure ein unglückliches Jahr. Da ist beispielsweise der Fall eines Lastwagenfahrers, der mit seinem Kran auf dem Anhänger an der Fussgängerbrücke an der Moosgartenstrasse hängen blieb.

Durch die Kollision verschob sich die Brücke um mehrere Zentimeter. Oder da ist der der Fahrer eines Lieferwagens, der mit seinem Anhänger rückwärts in die Engelgasse manövrierte. Dabei unterschätze er die Strassenbreite: Er beschädigte ein Geschäftsschild, ein parkiertes Auto und eine Strassenlaterne.

Aber auch Autolenkerinnen bewiesen ein unglückliches Händchen. So verwechselte eine Autofahrerin bei ihrem BMW das Brems- mit dem Gaspedal. Dabei streifte sie ein parkiertes Fahrzeug und prallte gegen einen Zaun. Eine andere Fahrerin kollidierte aus unbekannten Gründen mit einer Werbetafel. «Bilden sie sich weiter, wir beraten sie gerne», stand darauf. Ob sie dem Aufruf folgte, bleibt offen.

Ein «normales» Jahr

2018 war für die Stadtpolizei St.Gallen kein aussergewöhnliches Jahr, wie Mediensprecher Dionys Widmer sagt. So seien fast alle Grossanlässe ohne gravierende Zwischenfälle über die Bühne gegangen. «Olma und Offa verliefen ruhig.»

Zudem seien die meisten Einsätze rund um die Spiele des FCSG gut verlaufen. Bis die Fans vom FC Zürich zu Besuch waren. Nach Ausschreitungen verletzten FCZ-Anhänger drei Beamte.

«Leider überschattet der unschöne Vorfall am Marktplatz, wo ein 84-Jähriger schwer verletzt wurde, den diesjährigen Weihnachtsmarkt», sagt Widmer. Positive Bilanz zieht er hingegen bei den neuen Strassensperren, die bei Grossanlässen aufgestellt werden. (ren)

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