Die Kommission der Stadtwerke in Gossau ist gewählt

Die fünf Mitglieder der Stadtwerkskommission sind bestimmt. Nebst Stadträtin Claudia Martin fand sich keine Frau für das Gremium.

Laura Widmer
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Stadträtin Claudia Martin hat den Vorsitz im Gremium. (Bild: Benjamin Manser)

Stadträtin Claudia Martin hat den Vorsitz im Gremium. (Bild: Benjamin Manser)

Der Gossauer Stadtrat hat aus 25 Bewerbungen die fünf Mitglieder für die Kommission Stadtwerke bestimmt. Den Vorsitz hat Claudia Martin, Departementsvorsteherin Versorgung und Sicherheit. Gewählt wurden Markus Mauchle, Geschäftsführer der Techcom Electro AG und bis vor kurzem CVP-Stadtparlamentarier und, Michael Menzl, CEO der Firma Haka Gerodur AG, Rechtsanwalt Markus Frei sowie der Ingenieur Patrick Steiner, der Projektleiter bei der Energieagentur St. Gallen ist. Nicht wählbar waren gemäss dem Stadtwerkreglement Mitglieder des Stadtparlaments.

Mit dem Reglement hat das Stadtparlament im vergangenen Sommer die Grundlagen für eine Neuorganisation geschaffen. Die Kommission wird als Fachgremium den Stadtrat beraten und das Bindeglied zur Geschäftsleitung des städtischen Versorgungsunternehmens sein. Das Anforderungsprofil für die Kommission verlangte von je einem Mitglied Kompetenzen in rechtlichen Fragen, Energietechnik und Innovation, Datenmanagement und Informatik sowie Betriebswirtschaft und Finanzen. «Wir sind überzeugt, dass die gewählten Mitglieder die Anforderungen hervorragend erfüllen», sagt Stadträtin Claudia Martin.

Viele Bewerber trotz kurzer Frist

Eine weiteres Kriterium im Bewerbungsprozess war die Diversität der Mitglieder bezüglich Alter und Geschlecht. Diese Anforderungen konnten nur zum Teil erfüllt werden: Im Gremium ist die Vorsitzende die einzige Frau. «Leider hat sich keine einzige Frau für die Mitarbeit beworben», sagt Claudia Martin. Sie bedauere dies sehr. Positiv hebt sie dafür das Alter der gewählten Mitglieder hervor: Alle fünf Mitglieder stehen voll im Erwerbsleben, keiner ist über 50-jährig. Der Ingenieur Patrick Steiner ist mit Jahrgang 1991 der Jüngste im Team. «Ich freue mich, dass wir mit einem jungen, dynamischen Team starten können», sagt die Stadträtin.

Vier Sitzungen bis Ende Jahr

Trotz einer relativ kurzen Bewerbungsfrist bis Ende Dezember 2018 seien viele qualitativ gute Bewerbungen sowie mehrere Interessenbekundungen eingegangen, sagt die Stadträtin.

Ausser dem in St. Gallen wohnhaften Steiner sind alle Gewählten aus Gossau. Die Ortsgebundenheit sei aber kein ausschlaggebender Faktor im Bewerbungsprozess gewesen, sondern sekundär zur Fachkompetenz der Bewerber.

Die Stadtwerkskommission wird ihre Arbeit in den kommenden Wochen aufnehmen und definieren, wo Handlungsbedarf besteht. «Wir werden uns in den vier Sitzungen bis Ende Jahr organisieren», sagt Stadträtin Claudia Martin.