Die Evangelische Kirchgemeinde Grub-Eggersriet sucht Vorstandsmitglieder: Nur ein Katholik meldete sich

Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Grub-Eggersriet sucht zwei neue Vorstandsmitglieder. Dies ist schwieriger als gedacht.

Elisabeth Fitze
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Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Grub-Eggersriet hofft, per Ende April zwei neue Mitglieder für die Kirchenvorsteherschaft zu finden. «Die Mitglieder Jessica Kehl und Angelo Trivelli möchten sich nach einigen Jahren nun auf andere Dingen konzentrieren», sagt Karin Rommel, Präsidentin der Kirchenvorsteherschaft Grub-Eggersriet.

Das Amt benötigt keine speziellen Qualifikationen. Zwingend ist aber, dass das Mitglied der Kirchgemeinde angehört und an den Geschehnissen in der Kirchgemeinde interessiert ist. Die Mitarbeitenden sollen hauptsächlich an Sitzungen teilnehmen und bei Entscheidungen mitreden. «Ausserdem sollten sie bereit dazu sein, bei Kirchenanlässen mitzuhelfen», sagt Rommel. Die Anwesenheit an den Sitzungen werde entschädigt. «Wir suchen eigentlich immer engagierte Leute», sagt die Präsidentin. Die Mitglieder wechselten vor allem aus Altersgründen.

Das Interesse für solche Ämter ist gering

«Die Suche nach Mitgliedern erweist sich für unsere Kirchgemeinde als sehr schwierig», sagt die Präsidentin. Das Interesse an einem Amt halte sich in Grenzen. «Es hat sich bis jetzt erst ein Interessent bei uns gemeldet. Er war jedoch Katholik und ist deswegen für das Amt leider ungeeignet», sagt Präsidentin Karin Rommel. Falls bis zur Kirchbürgerversammlung im April keine Mitglieder gefunden werden, werde der Vorstand vorderhand mit den verbleibenden drei Mitgliedern Karin Rommel, Marion Züst und Bubu Corozza weitergeführt.

Dies sei vom Aufwand her eigentlich auch machbar, sagt Rommel. Auf längere Zeit sei es jedoch problematisch, da die Landeskirche den Kirchgemeinden eine Vorsteherschaft mit fünf Mitgliedern vorschreibe. «Dann müssten wir die Suche nach Mitgliedern wohl intensivieren.»

Nicht nur in Grub-Eggeriet gibt es dieses Problem

In der Zukunft ist jedoch ein Hoffnungsschimmer in Sicht. Ein Thema, das diskutiert wird, ist die Zusammenschliessung der Kirchgemeinden im Appenzeller Vorderland. Dies soll vor allem die Vorsteherschaften der Kirchgemeinden entlasten. Wann und ob die Fusion der Kirchgemeinden im Appenzeller Vorderland tatsächlich stattfinden wird, sei jedoch noch ungewiss, sagt Rommel.