Die Kirche und die Gemeinde Häggenschwil schmieden gemeinsame Baupläne

Die Kirchgemeinde Häggenschwil will ein Grundstück im Baurecht abgeben. Bauherrin könnte die Gemeinde sein.

Johannes Wey
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Die katholische Kirchgemeinde Häggenschwil besitzt etwas, das in der Region und speziell in Häggenschwil immer knapper wird: Bauland. Das Grundstück Nummer 22 misst rund 2300 Quadratmeter und liegt in der Kernzone mitten im Dorf, zwischen dem Laden und dem Kindergarten. Der Kirchenverwaltungsrat möchte dieses Stück Land in absehbarer Zeit entwickeln und überbauen, wie es im Mitteilungsblatt heisst.

Allerdings hätten Abklärungen beim Administrationsrat ergeben, dass die Kirchgemeinde das Land nicht selber überbauen dürfe. Deshalb soll es im Baurecht abgegeben werden. «Man denkt dabei in erster Linie an die Realisierung von Senioren- und Familienwohnungen», heisst es weiter. Und: Der öffentliche Spielplatz auf dem Grundstück soll bestehen bleiben.

60000 Franken, bis zwei Modelle vorliegen

Die Kirchgemeinde habe den Gemeinderat um Hilfe bei der Suche nach möglichen Lösungen gebeten, woraufhin eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Gemeinde- und Kirchenverwaltungsrat eingesetzt worden sei. Die Arbeitsgruppe habe bereits eine Machbarkeitsstudie für 20000 Franken in Auftrag gegeben. In einem zweiten Schritt sollen zusammen mit zwei Architekturbüros und einem Fachgremium zwei Modelle entwickelt werden. Dafür erwartet man Kosten von 40000 Franken.

Wer das Land dereinst bebauen könnte ist, noch offen, heisst es in der Mitteilung. Denkbar sei etwa die Gründung einer Genossenschaft oder dass die Gemeinde selber als Investorin auftritt. Kirchenverwaltungsratspräsident Thomas Knupp, der auch Mitglied der Arbeitsgruppe ist, war am Donnerstag nicht erreichbar.