Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Stadt St.Gallen reagiert auf politische Vorstösse: Die Kesb wird eigenständig

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Region St. Gallen wird 2020 eine eigenständige Dienststelle in der Direktion Soziales und Sicherheit. Die Stadt reagiert auf parlamentarische Vorstösse.
Daniel Wirth
Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Region St. Gallen ist heute zusammen mit der Berufsbeistandschaft im Eckhaus beim Kornhausplatz untergebracht. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Region St. Gallen ist heute zusammen mit der Berufsbeistandschaft im Eckhaus beim Kornhausplatz untergebracht. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Stadtrat hat beschlossen, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Region St. Gallen als eigene Dienststelle in der Direktion Soziales und Sicherheit auszugestalten, wie gestern mitgeteilt wurde. Bislang bildet die Kesb eine eigene, administrativ zugeordnete Abteilung der Sozialen Dienste St. Gallen (SDS).

Die Stadt St. Gallen bildet zusammen mit den Gemeinden Eggersriet, Häggenschwil, Muolen und Wittenbach die Kesb Region St. Gallen und erfüllt als Trägerschaftsgemeinde die Aufgaben im Kindes- und Erwachsenenschutz. Die Kesb Region St. Gallen ist die grösste der neuen Kesb-Regionen im Kanton.

Aktuell arbeiten rund 30 Mitarbeitende als Behördenmitglieder, im juristischen Fachdienst, in der Sozialabklärung, in der Revision und in der Administration. Die 30 Mitarbeitenden entsprechen heute rund einem Viertel der Belegschaft der SDS, wie Stadträtin Sonia Lüthi, Vorsteherin der Direktion Soziales und Sicherheit, auf Anfrage sagt.

Für eine bessere Wahrnehmung

Die heutige Organisation habe sich in den vergangenen sechs Jahren grundsätzlich bewährt, heisst es im Communiqué der Stadt. Aufgrund der Grössenverhältnisse der fünf beteiligten Gemeinden sei das Sitzgemeindemodell die angemessene Trägerschaftsstruktur.

Doch die organisatorische Eingliederung der Kesb in die SDS hat in der jüngeren Vergangenheit wiederholt parlamentarische Vorstösse ausgelöst. Auch vor diesem Hintergrund sei die Organisationsform kritisch geprüft worden.

Dabei hat es sich gemäss Direktion Soziales und Sicherheit als wichtig erwiesen, dass die Kesb Region St. Gallen verstärkt eine eigene organisatorische Identität und Kultur entwickelt und gegenüber der Öffentlichkeit als eigenständige Organisation auftreten kann und noch besser in ihrer spezifischen Funktion wahrgenommen wird.

Auch eine räumliche Trennung ist geplant

Die Kesb und die Berufsbeistandschaft der Stadt St. Gallen sind heute am Bahnhofplatz und im Amtshaus untergebracht, die SDS an fünf verschiedenen Standorten in der Stadt. Die SDS sollten bereits einmal zusammengeführt werden, nämlich an der Haggenstrasse 45. Das Projekt wurde schliesslich durch den Stadtrat 2016 gestoppt..

Die Kesb soll auch räumlich von den SDS getrennt werden, sagt Sonja Lüthi. Allerdings werde das nicht auf Anfang 2020 gelingen. Für die Kesb brauche es Räume mit hohen Anforderung an die Sicherheit und die Diskretion. Gemäss Lüthi werden gegenwärtig geeignete Liegenschaften evaluiert. Auch die Zusammenführung der SDS an einem Ort sei nicht vom Tisch, sagt Lüthi. «Wir arbeiten daran.»

Dass die Kesb von den SDS ausgegliedert werde, vereinfache die Suche nach den passenden Räumen und Liegenschaften womöglich, sagt Sonja Lüthi. Ihre Direktion befasst sich gegenwärtig mit dem Verfassen eines Berichts auf ein Postulat von Karin Winter-Dubs (SVP), Oskar Seger (FDP) und Peter Olibet (SP), das an den Stadtrat auf dessen Antrag hin überwiesen wurde. Es geht um die Zusammenarbeit zwischen der Kesb und der Berufsbeistandschaft.

Postulant Peter Olibet ist gespannt auf den Bericht. Der Sozialdemokrat brachte die Ausgliederung der Kesb aus den SDS schon vor geraumer Zeit mit einem Vorstoss auf die politische Agenda. Der gestern vom Stadtrat kommunizierte Beschluss wird von Olibet begrüsst.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.