Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Nach den Querelen ums Gossauer Marktstübli: Die Kesb hat gezügelt

Die Kesb Region Gossau ist seit Montag an ihrem neuen Standort an der Merkurstrasse 14 anzutreffen. In ihre alten Büros zieht das Sozialberatungszentrum. Eine Lösung, mit der alle Beteiligten zufrieden sind.
Marco Cappellari
Mit dem neuen Kesb-Standort an der Merkurstrasse 14 ist Andreas Hildebrand sehr zufrieden. (Bild: Ralph Ribi)

Mit dem neuen Kesb-Standort an der Merkurstrasse 14 ist Andreas Hildebrand sehr zufrieden. (Bild: Ralph Ribi)

Nach einem Jahr Umbauzeit hat die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) vergangenen Donnerstag ihre Büros am neuen Standort in der alten Kaplanei bezogen. Seit Montag nun sind Andreas Hildebrand, Präsident der Kesb Region Gossau, und seine zehn Mitarbeiter offiziell an der Merkurstrasse 14 anzutreffen.

Das SBZ liegt in Sichtdistanz. (Bild: Ralph Ribi)

Das SBZ liegt in Sichtdistanz. (Bild: Ralph Ribi)

Die Liegenschaft gehört der katholischen Kirchgemeinde und wurde zuletzt als Wohnhaus genutzt. «Wir sind mit dem neuen Standort sehr zufrieden», sagt Hildebrand. Von seinem neuen Büro aus sind es nur wenige Meter bis zum ehemaligen Kesb-Standort im alten Gemeindehaus, wo man sich bisher den Platz mit dem Sozialberatungszentrum (SBZ) geteilt hatte.

Das SBZ zentralslisiert seine Büros im alten Gemeindehaus. (Bild: Ralph Ribi)

Das SBZ zentralslisiert seine Büros im alten Gemeindehaus. (Bild: Ralph Ribi)

Durch den freigewordenen Platz im alten Gemeindehaus konnte das SBZ nun seine zwei Aussenstellen schliessen und die sieben Mitarbeiter nach Gossau verlegen. Somit sind sämtliche Angebote der Kesb und des SBZ nun in einem Umkreis von 50 Metern zu finden.

Räumliche Nähe ist wichtig und beabsichtigt

«Es war uns wichtig, dass das SBZ und die Kesb an einem Standort zusammengefasst sind», sagt Hildebrand. Die räumliche Nähe vereinfache die Zusammenarbeit enorm, bei der es oft Überschneidungen gebe. Hildebrand: «Die Kesb und das SBZ sind zwei Teile eines Ganzen – sowohl organisatorisch wie auch in der Praxis.» So ist Hildebrand Präsident beider Institutionen.

«Grundsätzlich lässt sich sagen: Je freiwilliger ein Fall ist, desto eher wird er vom SBZ behandelt. Geht es um rechtlich aufwendigere beziehungsweise heiklere Sachverhalte, kümmert sich meist die Kesb darum», sagt Hildebrand. Die Übergänge seien aber fliessend.

Auch innerhalb der Kesb arbeiten verschiedenste Stellen eng zusammen. «Die Kesb beschäftigt Juristen, Psychologen und Sozialarbeiter, die alle Hand in Hand arbeiten», sagt Hildebrand, der bis 2012 Gerichtspräsident des Kreisgerichts Rorschach war und ab 2013 die Kesb Arbon aufbaute. «Die Kesb als moderne Behörde nimmt eine Vorreiterrolle ein, was interdisziplinäre Arbeit angeht.» Dies unterstreiche die Notwendigkeit noch, die Angebote räumlich zu konzentrieren

Markstübli definitiv keine Option mehr

Ursprünglich hätten die beiden Institutionen noch näher zusammenrücken sollen. Es war geplant, dass das SBZ die Räume direkt unter den alten Kesb-Büros bezieht. Dies hatte der Gossauer Stadtrat Ende 2016 entschieden.

Das Problem dabei: Die unteren Räume des Hauses an der Gutenbergstrasse 8 sind den Gossauern besser als «Marktstübli» bekannt. Als solches wird es seit über 30 Jahren bedarfsweise an Gossauer Vereine vermietet. Gegen die Schliessung des Marktstüblis regte sich Widerstand aus der Gossauer Bevölkerung. Der schliesslich dazu führte, dass die Idee wieder verworfen wurde.

Mit der jetzigen Lösung scheinen alle Parteien zufrieden. Auch die katholische Kirchgemeinde als Besitzerin der alten Kaplanei freut sich, mit der Kesb eine verlässliche Mieterin gefunden zu haben.

Was das Marktstübli betrifft, hat sich der Stadtrat entschieden, die Nutzung bis Frühling 2019 zu beobachten und dann zu entscheiden, wie damit weiter fortgefahren wird.

Besteht also die Möglichkeit, dass die Kesb und das SBZ letzten Endes doch noch ins selbe Gebäude ziehen? Andreas Hildebrand verneint: «Wir bleiben an unserem neuen Standort an der Merkurstrasse 14, unabhängig davon, was mit dem Marktstübli passiert. Und damit sind wir sehr glücklich.»

Mehr zum Thema:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.