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Die Jakobuskirche in Steinach wird komplett saniert

Am 9. März eröffnet die Jakobuskirche in Steinach wieder – vorerst. Notfallsicherungen halten die Decke an ihrem Platz, bis in einigen Monaten mit der Gesamtsanierung begonnen werden kann.
Marco Cappellari
Von aussen ist nichts von der Baustelle im Inneren der Kirche zu sehen. Es sind lediglich Schäden an der Fassade sichtbar, deren Behebung bereits seit längerem beschlossen, dann aber aufgeschoben worden war. Ab Mitte März sollen Fassadengerüste aufgebaut werden können. (Bilder: Marco Cappellari)

Von aussen ist nichts von der Baustelle im Inneren der Kirche zu sehen. Es sind lediglich Schäden an der Fassade sichtbar, deren Behebung bereits seit längerem beschlossen, dann aber aufgeschoben worden war. Ab Mitte März sollen Fassadengerüste aufgebaut werden können. (Bilder: Marco Cappellari)

Die Jakobuskirche in Steinach gleicht momentan einer Baustelle. Zumindest inwendig: Von aussen kaum sichtbar, weisen ein grosses Gerüst, das bis an die Decke reicht, ein Hebekran und etliche Absperrungen deutlich daraufhin, dass hier bis auf weiteres kein Kirchenbetrieb möglich ist. Genauer gesagt bis zum Wochenende vom 9. März. Dann wird die Katholische Kirche wieder geöffnet – bis auf weiteres. Bis dahin finden noch dringend nötige Sicherungsarbeiten an der Decke statt.

Das Innere der Kirche gleicht einer Baustelle. (Bild: mac)

Das Innere der Kirche gleicht einer Baustelle. (Bild: mac)

Diese waren notwendig geworden als im Dezember – ausgerechnet kurz vor Weihnachten – Risse an der Decke mit einem Fresko aus dem 18. Jahrhundert entdeckt wurden. Daraufhin musste aus Sicherheitsgründen die Kirche geschlossen und die Decke gesichert werden. Alle Gottesdienste, einschliesslich der Festtagsgottesdienste, wurden zuerst ins katholische Gemeindehaus und schliesslich in die Evangelische Kirche Steinach verlegt.

Akribische Untersuchung der Kirchendecke

Lange war unklar, welches Ausmass die Schäden angenommen hatten und wie lange die Kirche geschlossen bleibt. Seit längerem geplante Reparaturen an der Aussenfassade hatten ebenfalls aufgeschoben werden müssen. Priorität hatte die Sicherung der Decke. Stuckateure eines spezialisierten Gipserhandwerkbetriebs untersuchten akribisch jeden Quadratzentimeter der Decke auf Risse und sicherten sie im Bedarfsfall mit Notfallsicherungen. Diese sind an der Decke als etwa Handtellergrosse Scheiben zu sehen, die an grossen Schrauben angemacht sind, welche durch die Gipsdecke hindurch ins darüber liegende Gebälk getrieben worden sind.

Bis die Kirche in alter Pracht erstrahlt, dürfte es noch eine Weile dauern. (Bild: mac)

Bis die Kirche in alter Pracht erstrahlt, dürfte es noch eine Weile dauern. (Bild: mac)

Bis zur Wiedereröffnung am 9. März stehen letzte Sicherungsarbeiten an Verbindungen zwischen der Decke und der Dachkonstruktion an, um eine Gefährdung der Kirchenbesucher auszuschliessen. Unter Einbezug eines Ingenieurbüros und Experten der kantonalen Denkmalpflege wird aktuell ein Bericht erstellt, der voraussichtlich in diesem Sommer vorliegen wird, wie Andreas Popp, Präsident der Kirchenverwaltung sagt. «Daraus wird dann ein Gesamtsanierungskonzept ausgearbeitet». Die Denkmalpflege und Experten des Bundes begleiten das Projekt, da es sich um einen historisch bedeutenden Bau unter Bundesschutz handelt, wie Popp sagt.

Mitte März sollen Gerüste aufgestellt werden

Die Schäden an der Fassade sind gut zu erkennen. (Bild: mac)

Die Schäden an der Fassade sind gut zu erkennen. (Bild: mac)

Noch sei nichts definitiv, aber er schätzt, dass das noch auszuarbeitende Gesamterneuerungskonzept für die Instandsetzung der Kirche an der Bürgerversammlung 2020 vors Volk kommen könnte, sagt Popp. «Die Sanierung wird mit Sicherheit nicht mehr in diesem Jahr beginnen».

«Die Sanierung wird mit Sicherheit nicht mehr in diesem Jahr beginnen» - Andreas Popp

Womit aber ziemlich sicher in Kürze begonnen werden kann, sind die seit längerem geplanten Arbeiten an der Fassade. Mitte März werden bereits entsprechende Gerüste aufgestellt. Die ganze Fassade soll dann spätestens bis Ende November repariert sein. Die Experten des Bundes sind speziell dafür von der Denkmalpflege hinzugezogen worden. «Obwohl die Schäden an der Decke und der Fassade nichts miteinander zu tun haben, macht es Sinn, die Projekte im Zusammenhang zu betrachten», sagt Popp. Bis sämtliche Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind und die Kirche wieder in alter Pracht erstrahlt, dürfte es noch eine Weile dauern.

Innenansicht der Jakobuskirche. (Bild: mac)

Innenansicht der Jakobuskirche. (Bild: mac)

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