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Die Gossauer Oberstufe soll keine Zwei-Klassen-Gesellschaft mehr sein

Mit der Sanierung und Erweiterung hat das Oberstufenzentrum Rosenau nach Jahren zum Buechenwald aufgeschlossen. Die Schule will die beiden Schulhäuser nun als Einheit präsentieren.
Johannes Wey
200 Schüler lassen am ersten Schultag im neu renovierten OZ Rosenau Luftballons mit Vorsätzen steigen. (Bild: Stadt Gossau, 13. August 2018)

200 Schüler lassen am ersten Schultag im neu renovierten OZ Rosenau Luftballons mit Vorsätzen steigen. (Bild: Stadt Gossau, 13. August 2018)

Am Montag ist wieder Leben eingekehrt ins Oberstufenzentrum Rosenau. Nach über einem Jahr haben die rund 200 Schülerinnen und Schüler ihre frisch renovierten Klassenzimmer bezogen. Und mit dem neuen Schuljahr soll nun auch ein neuer Geist in der städtischen Oberstufe einziehen.

Die Schule Gossau betont in ihrer neuen «Strategie Oberstufe» die Gleichwertigkeit der Schulhäuser Rosenau und Buechenwald. «Die Oberstufe der Schule Gossau tritt einheitlich auf und wird als Einheit wahrgenommen», lautet bereits der erste strategische Grundsatz.

Als gleichwertig sei die Rosenau bis jetzt nicht immer empfunden worden, gesteht Schulpräsident Urs Blaser ein, schon nur wegen der modernen Infrastruktur im vor acht Jahren eröffneten Buechenwald.

Hier hat die Rosenau mit der Sanierung und Erweiterung aufgeschlossen. «Nun können wir allen Oberstufenschülern dieselben Voraussetzungen bieten», sagt Blaser.

Bevölkerung von Gleichwertigkeit überzeugen

Dass die Rosenau in Teilen der Bevölkerung nicht denselben Stellenwert hat wie das OZ Buechenwald, habe er hin und wieder feststellen müssen. «Dass sich dieses Bild nun ändert, dafür sind auch die Lehrerinnen und Lehrer verantwortlich», sagt Blaser.

Denn bereits bisher habe es viele Gemeinsamkeiten zwischen Rosenau und Buechenwald gegeben: von der Jahresplanung über die Weiterbildung bis hin zum gemeinsamen Sporttag. Und trotzdem: «Das neue Schuljahr ist für uns ein Neustart.» Kritische Stimmen aus dem OZ Buechenwald zur Gleichwertigkeit der Rosenau habe es keine gegeben.

Die Strategie sieht vor, dass in beiden Schulhäusern gleich viele Klassen unterrichtet werden. Das hat auch Folgen für die Angestellten: «Lehrerinnen und Lehrer in der Oberstufe wissen, dass im Verlauf der Jahre und aufgrund wechselnder Klassenzahlen Anstellungen im anderen Schulhaus grundsätzlich möglich sind», heisst es in der Strategie. «In der Primarschule ist das seit langem gang und gäbe», sagt Blaser. Lehrpersonen würden bereits beim Bewerbungsgespräch auf diese Möglichkeit hingewiesen.

Gleich viele Mädchen in beiden Schulhäusern

Ein weiterer Grundsatz ist das Verhältnis zwischen Mädchen und Buben, das in beiden Schulhäusern ausgewogen sein soll. Gerade dieser Punkt hatte in der Vergangenheit zum schlechten Ruf der Rosenau beigetragen: Viele Mädchen aus Andwil und Arnegg, die zum Einzugsgebiet der Rosenau gehören, entschieden sich für die Maitlisek. Eine neue Leistungsvereinbarung soll nun unter anderem dieses Missverhältnis entschärfen.

Referendumsfrist steht bevor

Eine neue Leistungsvereinbarung soll die Zukunft der Maitlisek sichern und die Zusammenarbeit mit der Stadt Gossau sowie der Schulgemeinde Andwil-Arnegg auf eine neue Basis stellen. Das Stadtparlament hat die Vereinbarung Anfang Juli bewilligt. In der Schulgemeinde Andwil-Arnegg untersteht der Beschluss vom 20. August bis zum 19. September dem fakultativen Referendum. Sollte es zur Abstimmung kommen und die Leistungsvereinbarung abgelehnt werden, wäre auch das Ja aus Gossau hinfällig. (jw)

Blaser betont allerdings, dass die neue Strategie keinen direkten Zusammenhang mit der Leistungsvereinbarung habe und unabhängig von der Maitlisek umgesetzt werde.

Nächste Sanierungen bereits in Planung

Das Jahr ausserhalb der Rosenau hätten die neun Regel- und zwei Kleinklassen gut hinter sich gebracht. Der Schulbetrieb wurde dazu auf fünf Standorte verteilt. «Es war ein Glücksfall, dass wir für die Provisorien nicht auf Container zurückgreifen mussten», sagt Blaser.

Und nach der Sanierung und Erweiterung des OZ Rosenau hat das Hochbauamt bereits die nächsten Schulhausprojekte in der Schublade. Gegenwärtig würden die Szenarien für das Othmar- und das Notker-Schulhaus ausgearbeitet, beim Haldenbüel soll der Kindergarten in wenigen Jahren durch einen Neubau ersetzt werden.

Das Notker-Schulhaus wurde während dieser Ferien bereits aufgefrischt, zudem wurde die Erweiterung des Büel-Schulhauses fertiggestellt. Auch mit einer Sanierung ist das Büel turnusmässig bald an der Reihe, ebenso die Schulhäuser Gallus und Hirschberg.

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