Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Die geplatzte Abstimmung in Wittenbach muss auch dem Kanton zu denken geben

Am 19. Mai hätten die Wittenbacher über eine Einzonung auf der Bettenwiese abstimmen sollen. So weit kommt es nun nicht. Für die Anwohner ein Sieg, der von kurzer Dauer sein könnte.
Johannes Wey
Johannes Wey

Johannes Wey

Die Bettenwiese bleibt grün. Und das auf Jahre hinaus. Im angrenzenden Quartier dürften am Montag einige Champagnerkorken geknallt haben. Eine Gruppe von Anwohnern hatte das Referendum über den Teilzonenplan nämlich ergriffen. Bei der Formulierung der Abstimmungsunterlagen haben Gemeinde, Investoren und Kanton nun festgestellt, dass das Vorhaben nicht genehmigungsfähig wäre. Die Abstimmung wird damit hinfällig.

Die Geduld der Investoren wird weiter auf die Probe gestellt. Bevor eine Einzonung wieder aufs Tapet kommt, muss die Gemeinde die Ortsplanung überarbeiten und die Fortimo AG ein neues Projekt vorlegen.

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Die Bettenwiese ist auch im aktuellen Richtplan als Siedlungsgebiet mit Wohnnutzung eingetragen. Zudem sieht der Kanton in Wittenbach ein erhebliches Bevölkerungswachstum vor. Dass im Betten Süd mit einer Einzonung ein nachvollziehbarer Siedlungsabschluss angestrebt wird, ist nur vernünftig – vorausgesetzt das Entwässerungsproblem kann sinnvoll gelöst werden.

Die Entwässerung und die dafür geplante Aufschüttung war der Hauptkritikpunkt der Einzonungsgegner. Einzelne dürften insgeheim auch um den Blick ins Grüne gekämpft haben. Für sie könnte der Rückzug des Teilzonenplans ein Pyrrhussieg sein. Es ist nämlich gut möglich, dass in einem neuen Projekt zu Gunsten der Verdichtung Mehr- statt überwiegend Einfamilienhäuser geplant werden.

Dass die Abstimmung quasi im letzten Moment abgesagt werden musste, ist nur auf den ersten Blick eine Peinlichkeit für die Gemeinde. Nach Gossau und Gaiserwald war auch in Wittenbach lange nicht klar, wie die Anforderungen des Kantons an einen Sondernutzungsplan aussehen. Das Baurecht ist im Zug der neuen Raumplanung im Umbruch. Offensichtlich brauchen die Gemeinden hier mehr Hilfestellung vom Kanton.

Mehr zum Thema:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.