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Die Gemeinde Häggenschwil sucht Spender für ihre Ritterburg

Die Ruine Ramschwag muss saniert werden. Die Gemeinde hat dafür nun ein Crowdfunding gestartet.
Michel Burtscher
Der Zahn der Zeit nagt an der Ruine Ramschwag. (Bild: Benjamin Manser)

Der Zahn der Zeit nagt an der Ruine Ramschwag. (Bild: Benjamin Manser)

Die einen verspotten sie als alten Steinhaufen, für die anderen ist sie ein einzigartiges Kulturgut. Klar ist nur: Die Ruine Ramschwag in Häggenschwil, die einst so prächtige Burganlage aus dem 11. Jahrhundert, muss saniert werden. Die Liste der Schäden am Bauwerk ist lang: bröckeliger Mörtel, Hohlräume im Mauerwerk, lose Steinbrocken, ein teilweise unsicheres Fundament und ganze Mauerpartien, die sich ablösen.

Doch eine Sanierung würde einiges kosten: insgesamt 750000 bis 800000 Franken. Einen Teil davon würden zwar Bund und Kanton zahlen. Doch die Gemeinde Häggenschwil, welche die Ruine 2013 für 35000 Franken gekauft hat, müsste noch immer rund 300000 Franken selber aufbringen. Das ist ein stolzer Betrag – und es gibt im Dorf zahlreiche Bürger, die sich gegen diese Kosten sperren.

Wer Geld gibt, erhält ein kleines Dankeschön

Darum geht Häggenschwil nun ungewöhnliche Wege, um Geld für die Sanierung zu sammeln. Die Gemeinde hat kürzlich ein Crowdfunding auf der Plattform Lokalhelden.ch gestartet, mit ausführlicher Beschreibung und einem Video. 15000 bis 20000 Franken will die Gemeinde so bis Ende November einnehmen.

Das Projekt befindet sich zurzeit in der Startphase. Die Geldsammlung läuft noch nicht, vielmehr werden Fans gesucht, welche die Idee gut finden. Mit dem eigentlichen Crowdfunding starte man erst, wenn man etwa 70 bis 80 Fans habe, sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Eisenring. Wer Geld gibt, erhält ein kleines Dankeschön: je nach Betrag gibt es einen Feldstecher, ein Sackmesser, ein Buch oder eine Einladung zur Besichtigung der Ruine.

Die Ruine soll attraktiver werden

Ziel sei es, sagt Eisenring, den Beitrag der Gemeinde für die Sanierung der Ruine Ramschwag auf «deutlich unter 200000 Franken» zu reduzieren – und das Sanierungsprojekt so mehrheitsfähig zu machen. Aufs Crowdfunding alleine will der Gemeindepräsident dafür aber nicht setzen. Es wurden auch Stiftungen kontaktiert und Anträge um finanzielle Unterstützung eingereicht. So wurden der Gemeinde bereits 50000 Franken zugesichert. «Ich bin zuversichtlich, dass wir noch mehr Stiftungen überzeugen können», sagt Eisenring.

Läuft alles nach Plan, soll der Kredit für die Sanierung nächstes Jahr der Bevölkerung vorgelegt werden. Stimmt sie zu, könnten die Bauarbeiten danach beginnen. «Je länger wir warten, desto teurer wird es», sagt Eisenring.

«Ich bin jedoch optimistisch, dass wir genügend Geld für die Sanierung sammeln können.»

Kommt deutlich mehr zusammen als geplant, möchte die Gemeinde zudem in Massnahmen investieren, um das Wahrzeichen Häggenschwils attraktiver zu machen. «Eine Plattform auf der Turmhöhe oder eine Leiter in das Turmverlies stehen zur Diskussion», sagt Eisenring. Gleichzeitig betont er, dass es beim Crowdfunding in erster Linie um die Rettung der Ruine gehe.

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