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Gossau: Raiffeisenbanken wollen fusionieren

Die Raiffeisen-Banken Gossau-Niederwil und Andwil-Arnegg wollen sich zusammenschliessen. Die Genossenschafter beschliessen im März.
Adrian Lemmenmeier

Das Vorhaben besteht seit langem, nun wird es konkret: Die Raiffeisenbanken Gossau-Niederwil und Andwil-Arnegg wollen fusionieren. Die Banken haben ihre Genossenschafter an zwei Veranstaltungen über ihre Pläne informiert. Fazit: Alle Bankfilialen bleiben erhalten, das Dienstleistungsangebot bleibt dasselbe und Stellenabbau gibt es nur im Verwaltungsrat.

Was aber ändert sich? «Wir legen das Backoffice beider Banken in Gossau zusammen», sagt Arthur Fagagnini, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Gossau-Niederwil. Die gewonnenen Synergien wolle man nutzen, um den Beratungsbereich auszubauen. «Wir wollen diversifizieren.» Nicht nur auf Hypotheken setzten, sondern auch auf Anlage-, Nachlass- oder Vorsorgeberatung. Und schliesslich ändert sich der Name. Raiffeisenbank Gossau-Andwil-Niederwil, soll das Kind heissen.

Regulierung erfordert Grösse

«Diese Fusion ist ein wichtiger Schritt», sagt Peter Stark, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Andwil-Arnegg. Um das Bankgeschäft effizient auszuführen, brauche man eine gewisse Grösse. Die zunehmende Regulierung seit der 2008 losgetretenen Finanzkrise bedeute für kleine Banken einen besonders grossen Aufwand. So benötigt zum Beispiel jede Bank einen Geldwäscherei-Verantwortlichen, einen Sicherheitsbeauftragten oder jemanden, der für Compliance zuständig ist. «Müssten wir in Andwil diese Funktionen alleine schultern, bräuchten wir eine dreiköpfige Geschäftsleitung statt nur einen Bankleiter», sagt Stark. Dies bei neun Mitarbeitenden. «Mit der neuen Grösse hätten wir auch bessere Chancen, um am Arbeitsmarkt gute Leute zu finden», sagt Fagagnini.

Die beiden Verwaltungsräte sollen zu einem zusammengelegt werden. Wegen natürlicher Abgänger gehe dieser Schritt ohne Reibereien, sagt Fagagnini. Auch in der Bankleitung und in der Belegschaft kämen die Fusionspläne gut an – sowohl in Gossau als auch in Andwil. «Wir haben mit allen Mitarbeitern gesprochen.»

Mit Zuversicht an die GV

Das letzte Wort haben die Genossenschafter im März des nächsten Jahres. Für die Fusion braucht es je eine Zweidrittelmehrheit. Peter Stark ist zuversichtlich. «Der Zeitpunkt für eine Fusion ist richtig. Beide Banken sind gut aufgestellt.»

Die jährliche GV würde übrigens auch nach einer Fusion weiterhin auch in Andwil stattfinden – auf Grossleinwand, live aus Gossau übertragen.

Die Banken werden weniger, aber grösser

Die Fusion der beiden Raiffeisenbanken wäre nicht die erste in der Region. Die Banken in Wittenbach und Häggenschwil haben sich 2008 zusammengeschlossen. 2016 gingen Eggersriet, Grub SG und Heiden zusammen. Auch in Goldach, Rorschacherberg und Thal stimmt man im Frühling über eine Fusion ab (Ausgabe von gestern). Ebenso in Engelburg, Abtwil-St. Josefen und Winkeln. Schliesslich ist auch die Raiffeisenbank Gossau-Niederwil ein Fusionskind. Schweizweit nimmt die Zahl der Raiffeisenbanken seit langem ab. 1986 gab es noch 1229 genossenschaftlich organisierte Raiffeisenbanken. Heute sind 246. Die erste Raiffeisenbank der Schweiz entstand 1899 in Bichelsee (TG). Vorbild waren die Kreditgenossenschaften des deutschen Beamten Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888). (al)

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