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Kumulation an Unfällen auf der St.Gallerstrasse

In Wittenbach häufen sich auf der St.Gallerstrasse die Unfälle zwischen Velofahrern und Autos. Das Tragen eines Velohelms kann Schlimmeres verhindern.
Rossella Blattmann
Im Sommer kommt es vermehrt zu Abbiegeunfällen zwischen Velos und Autos. So auch auf der St. Gallerstrasse in Wittenbach. (Bild: Urs Bucher)

Im Sommer kommt es vermehrt zu Abbiegeunfällen zwischen Velos und Autos. So auch auf der St. Gallerstrasse in Wittenbach. (Bild: Urs Bucher)

Feierabendverkehr. Ein Auto will aus der Kolonne rechts abbiegen – doch plötzlich knallt es, und der Velofahrer liegt am Boden. Auf der St. Gallerstrasse in Wittenbach häufen sich dieser Tage Kollisionen zwischen Velos und Personenwagen.

Ende Juni ist es auf der Wittenbacher St.Gallerstrasse innerhalb von zwei Tagen zu zwei Unfällen gekommen, bei denen ein Automobilist beim Rechtsabbiegen einen Velofahrer übersehen hat. In einem dieser zwei Fälle handelte es sich um einen Rennvelofahrer, der auf dem Velostreifen unterwegs war. Zuvor war es Mitte März des laufenden Jahres bei der Kreuzung zwischen St.Gallerstrasse und Weidstrasse zu einem Abbiegeunfall gekommen. Auch wenn keiner dieser Zwischenfälle ein tödliches Ende nahm, ist im Verkehr Vorsicht geboten.

Nach dem Feiern zu Fuss nach Hause

Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, wundert diese Häufung nicht:

«Bei schönem Wetter fahren die Menschen wieder mehr Velo.»

Das sei im Sommer jedes Jahr der Fall. Auch auf stark befahrenen Hauptstrassen wie der St. Gallerstrasse in Wittenbach verstärke sich bei warmen Temperaturen der Veloverkehr.

Mediensprecher Florian Schneider. (Bild: Kapo SG)

Mediensprecher Florian Schneider. (Bild: Kapo SG)

«Ein Velostreifen verbessert zwar die Sicherheit», sagt Schneider. Doch um die Unfälle zwischen Velo- und Autofahrern auf stark befahrenen Hauptstrassen zu verhindern, brauche es mehr. «Mit oder ohne Velostreifen – eine Hauptstrasse muss immer breit genug sein, damit genug Platz für alle Verkehrsteilnehmer da ist.»

Geht es um Sicherheit im Strassenverkehr, appelliert Schneider auch an das Bewusstsein der Velofahrer. Im Kanton St. Gallen trugen 2018 laut dem Sprecher der Kantonspolizei über die Hälfte der an einem Unfall mit einem Auto beteiligten Velofahrer keinen Velohelm. «Das ist erschreckend.» Mit Helm liessen sich zumindest Kopfverletzungen vermeiden. «Die Frisur geht vielleicht kaputt. Doch der Kopf bleibt ganz.»

Der Mediensprecher der Kantonspolizei sagt auch, dass alkoholisierte Partygänger besser nicht auf dem Velo nach Hause fahren sollen. «Das Sicherheitsbewusstsein wird unter Alkoholeinfluss stark getrübt.»

Gegenseitiger Respekt

SP-Kantonsrat Ruedi Blumer. (Bild: Regina Kühne)

SP-Kantonsrat Ruedi Blumer. (Bild: Regina Kühne)

Der St. Galler SP-Kantonsrat Ruedi Blumer ist Präsident des Verkehrs-Club der Schweiz (VCS). Er wünscht sich mehr gegenseitigen Respekt zwischen Automobilisten und Velofahrern.

Dabei betont Blumer, dass auf Hauptstrassen genug Platz für alle Verkehrsteilnehmer unabdingbar sei. Dazu brauche es Velostreifen von einem Meter Breite. «Der rechteste Meter gehört dem Velo», so der Gossauer VCS-Präsident.

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