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Die St.Galler Föbüs zügeln ins Waaghaus

Die traditionelle Nacht der St.Galler Ehren-Födlebürger findet dieses Jahr erstmals im Waaghaus statt. Nach finanziellen Turbulenzen in der Lokremise soll die Rechnung für die Föbüs am neuen Standort wieder aufgehen.
Roger Berhalter
Der neue Standort soll mehr Schnitzelbänkler dazu motivieren, an der Nacht der Ehren-Födlebürger aufzutreten. (Bild: Urs Bucher (24. Februar 2017))

Der neue Standort soll mehr Schnitzelbänkler dazu motivieren, an der Nacht der Ehren-Födlebürger aufzutreten. (Bild: Urs Bucher (24. Februar 2017))

Das Zügeln hat bei den St.Galler Ehren-Födlebürgern schon fast Tradition. Die ersten Föbü-Abende in den 1970er-Jahren fanden in der Kellerbühne statt, 1999 wechselte man ins Hotel Ekkehard, und ab 2011 gingen die Abende unter dem Titel «Dampf im Kessel» in der Lokremise über die Bühne. Der diesjährige, 45. Föbü-Abend am 1. März findet nun erstmals im Waaghaus statt; in der Fasnachtsbeiz im Erdgeschoss, welche ohnehin das ganze Wochenende für die Fasnächtler reserviert ist. «Meh Födle is Woghuus» lautet das neue Motto. «Es ist ein Versuch und ein Neustart», sagt Michael Hüppi, Kanzler der Ehren-Föbüs.

Dieser Neustart sei nötig, denn in der Lokremise hätten hohe Ausgaben und tiefe Einnahmen den Födlebürgern zu schaffen gemacht. «Die Kosten für Miete und Infrastruktur waren hoch», sagt Hüppi. Zudem habe man am Catering nichts verdient, weil die Einnahmen jeweils an die PSG Gastronomie gingen. Sponsoring und Ticket-Einnahmen allein hätten die Kosten also decken müssen – eine Rechnung, die laut Hüppi nicht aufging und nicht im Sinne der Fasnächtler war. «Unser Ziel ist eine schwarze Null. Die Fasnacht muss selbsttragend sein.» Man wolle keinen defizitären Anlass am Leben erhalten.

Bescheiden halten und selber wirten

Dieses Jahr soll einiges anders laufen. Zwar ist der Föbü-Abend nach wie vor die «fasnächtliche Show der schrillen Töne, der träfen Texte und der schrägen Sprüche», wie es auf dem Flyer heisst. Nach wie vor geben die Ehren-Föbüs eigene Produktionen zum Besten, tragen Schnitzelbänkler ihre Reime vor, spielen Guggenmusiken auf. Allerdings wird im Hintergrund anders gerechnet und gearbeitet. «Bescheiden halten und selber wirten», so bringt Michael Hüppi die Änderungen auf den Punkt. Auf den Tisch kommen keine Mehrgang-Menus, sondern einfache Gerichte wie Ghackets und Hörnli. Dabei lassen die Födlebürger ihr Netzwerk spielen. Das Restaurant Bierfalken übernimmt das Catering, der Festveranstalter und Fasnachtspräsident Bruno Bischof stellt das Personal, und weil Weinhändler Philipp Schwander ebenfalls zu den Ehren-Föbüs zählt, kommen die Fasnächtler zum Vorzugspreis an Rebensaft.

Ehren-Födlebürger 2019 ist gewählt

Es ist im Vorfeld der St.Galler Fasnacht das bestgehütete Geheimnis: Wer wird diesjähriger Ehren-Födlebürger? Eine Wunschkandidatin oder einen Wunschkandidaten habe man auch dieses Jahr gefunden, sagt Föbü-Kanzler Michael Hüppi. Die Person habe schon zugesagt, also steht dem traditionellen Föbü-Verschuss nichts mehr im Weg. Hüppi verrät aber natürlich noch nicht, wer heuer neu in den Kreis der Ehren-Födlebürger aufgenommen wird. Das wird erst am Fastnachtssamstag beim Föbü-Verschuss bekannt.

Zusätzliche Einnahmen aus der Gastronomie, weniger Ausgaben für die Infrastruktur: Auf diese Weise soll die Kasse wieder stimmen. Die Föbüs konnten sogar den Eintrittspreis von 40 auf 20 Franken halbieren. Insgesamt stehen im Waaghaus 200 Sitzplätze zur Verfügung (in der Lokremise waren es 250). Über 100 Tickets sind laut Michael Hüppi schon verkauft.

Mehr Schnitzelbänkler, weniger Guggenmusik

Der neue, zentrale Standort kommt laut Hüppi auch den Schnitzelbänklern entgegen. Der Umweg über die Lokremise falle für sie weg, deshalb hofft Hüppi auf zahlreichere Schnitzelbank-Einlagen. Dafür sollen die Guggenmusik-Darbietungen «punktueller» ausfallen und sich auf den Föbü-Verschuss unter freiem Himmel konzentrieren.

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