Die Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil soll für eine halbe Million ein neues Rüstfahrzeug erhalten

Die Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil bekommt ein 18 Tonnen schweres Rüstfahrzeug. Die Kosten von gut 560'000 Franken müssen noch im November von den Wittenbachern abgesegnet werden.

Aybüke Köseoglu
Drucken
Teilen
Die Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil im Einsatz zusammen mit der Berufsfeuerwehr St.Gallen und der Rega.

Die Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil im Einsatz zusammen mit der Berufsfeuerwehr St.Gallen und der Rega.

PD

Das Rüstfahrzeug der Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Seit bald 30 Jahren ist es im Einsatz. Daher soll nun ein neues her.

Die Feuerschutzkommission Wittenbach hat Anfang Jahr die Gemeinderäte Wittenbach und Häggenschwil wegen eines neuen Fahrzeuges für die Feuerwehr Wittenbach-Häggenschwil angefragt. Beide Gemeinderäte haben in der Julisitzung dieser Anfrage zugestimmt. Der Auftrag wurde der Tony Brändle AG im thurgauischen Wängi zugeteilt. Der Fahrzeughersteller wird ein individuell zugeschnittenes Fahrzeug herstellen.

«Ersatz ist dringend»

Urs Schnelli, Gemeinderat in Wittenbach.

Urs Schnelli, Gemeinderat in Wittenbach.

Bild: PD

Es sei dringend ein Ersatz nötig, sagt Urs Schnelli, Gemeinderat in Wittenbach und Präsident der Feuerschutzkommission. Als Grund für die nötige Neubeschaffung verweist Schnelli unter anderem auf das Fahrzeugalter:

«Die normale Laufzeit eines Rüstfahrzeuges beträgt 25 Jahre. Das aktuelle ist drei Jahre darüber.»

Zudem entspreche das jetzige Fahrzeug nicht den heutigen Materialstandards.

Finanzierung wird aufgeteilt

Das neue Fahrzeug kostet 560'750 Franken. «Jedes Fahrzeug ist eine Spezialanfertigung und entsprechend hoch sind auch die Kosten», sagt Schnelli. Technische Entwicklungen im Alltag bringen auch Veränderungen für die Feuerwehr mit sich. Elektroautos beispielsweise kann man nicht wie herkömmliche auftrennen. Diese Anforderungen treiben die Preise in die Höhe.

Zunächst müssen die Ausgaben noch von der Wittenbacher Bürgerversammlung im November abgesegnet werden. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus einem Beitrag von 184'500 Franken aus dem Feuerschutzfonds der Gebäudeversicherungsanstalt und von 376'250 Franken aus der Spezialfinanzierung, die innert 15 Jahren abgeschrieben werden.

Bei der Spezialfinanzierung handele es sich um einen Fonds, der sich aus den Feuerwehrersatzabgabe gebildet habe. Die Beschaffung sei damit laut Schnelli nicht mehr relevant für den Steuerfuss. Häggenschwil beteiligt sich an letzterem Betrag mit 47'000 Franken. Die Anteile würden aufgeteilt nach einem Verteilschlüssel zwischen den beiden Gemeinden.

Die Lieferung werde im nächsten Jahr erwartet, sagt Schnelli. Es sei jedoch mit allfälligen Lieferverzögerungen aufgrund der Pandemie zu rechnen. Nach einer Übungsphase der Feuerwehr soll das Fahrzeug aber spätestens 2021 in Betrieb genommen werden.

Mehr zum Thema