Gossauer Kinder lassen Ferien mit klassischer Musik verstreichen

Zum sechsten Mal organisiert die Musikschule Fürstenland in Gossau den Kurs «Musik auf vier Saiten». Beim morgigen Abschlusskonzert spielen 28 Kinder auf Violine, Viola und Cello.

Elena Fasoli
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Jeder Tag der Streicherwoche der Gossauer Musikschule Fürstenland schliesst mit einem spontanen Konzert. (Bild: Elena Fasoli)

Jeder Tag der Streicherwoche der Gossauer Musikschule Fürstenland schliesst mit einem spontanen Konzert. (Bild: Elena Fasoli)

Im Saal der Musikschule Fürstenland in Gossau ist ein nervöses Gemurmel zu hören. Es werden letzte Vorbereitungen für das zweite Konzert der Streicherkurswoche getroffen. Zum sechsten Mal führt die Musikschule Fürstenland diese unter dem Titel «Musik auf vier Saiten» durch. Dieses Jahr nehmen 28 Kinder zwischen sechs und 16 Jahren teil. Sie spielen Violine, Viola oder Cello. Die jungen Musikerinnen und Musiker zeigen jeden Abend, was sie tagsüber geübt haben.

Alleine, im Quartett oder als Orchester

Am Dienstagabend ist ein kurzes Programm geplant. Thomas Burri-Lucain, Leiter der Musikschule, kündigt jeweils die Auftritte an. Neben vier Einzelauftritten, die auf dem Klavier begleitet werden, spielt auch ein Schüler-Streichquartett. Das Level der Teilnehmer variiert stark: Manche spielen ihr Instrument erst seit diesem Sommer. Andere sind nicht zum ersten Mal bei der Streicherwoche dabei. Andrin Dobler spielt zum Beispiel seit sieben Jahren Violine und macht zum dritten Mal mit. «Am besten gefällt mir das Zusammenspielen», sagt der 14-Jährige. Während der Woche gibt es nämlich abgesehen von Einzelunterricht und Theorielektionen auch Orchesterproben. Die siebenjährige Selina Egli schliesst sich an: «Die Orchesterproben machen am meisten Spass.»

«Ich staune immer wieder über die Begeisterung», sagt Burri-Lucain. Es sei unglaublich, dass so viele Kinder entscheiden, ihre Ferien mit klassischer Musik zu verbringen. «Die Teilnehmer sind konzentriert und diszipliniert.» Die Kurswoche sei bisher immer ausgebucht gewesen. «Die Kombination aus Einzel-, Orchester- und Theorieunterricht sowie Kammermusik ist einzigartig», sagt Burri-Lucain. Nicht nur die Schüler, sondern auch der Schulleiter hat Freude am Projekt: «Für mich ist es eine der besten Wochen des Jahres.»