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Kommentar

Die FDP Wittenbach-Muolen springt über ihren Schatten

Mit der Wahlempfehlung für CVP-Kandidat Norbert Näf zeigt die FDP, dass es ihr ernst ist mit der Entspannungspolitik.
Johannes Wey
Johannes Wey, Teamleiter Gossau/Region St.Gallen (Bild: Ralph Ribi)

Johannes Wey, Teamleiter Gossau/Region St.Gallen (Bild: Ralph Ribi)

So etwas wäre vor Kurzem noch undenkbar gewesen: Die FDP Wittenbach-Muolen empfiehlt einen CVPler als Gemeindepräsidenten. Doch in diesem Wahlkampf ist der Schritt nur logisch, auch wenn die Freisinnigen dazu über ihren Schatten springen mussten.

Im ersten Wahlgang hat die FDP mit ihrem eigenen Kandidaten eine vernichtende Niederlage einstecken müssen. Zwischen Norbert Näf (CVP) und Oliver Gröble (parteilos) lagen hingegen nur 27 Stimmen. Dass ein Parteiloser die etablierten Parteien so bedrängen kann, muss FDP und CVP zu denken geben.

Die jahrelangen Querelen zwischen den beiden einflussreichsten Parteien im Dorf haben zweifellos zu dieser Verdrossenheit beigetragen. Die Wahlkämpfe um das Gemeindepräsidium wurden oft giftig geführt. Dann gab es auch Streit zwischen der politischen Gemeinde mit CVP-Führung und der von der FDP dominierten Primarschulgemeinde, die eigentlich zur Zusammenarbeit verdammt sind. Für den nun laufenden Bau des neuen Schulhauses – über den ebenfalls jahrelang gestritten wurde – haben sich die Gemeinden endlich zusammengerauft.

Auch auf Parteiebene hat sich das Klima entspannt. Sowohl in der CVP als auch in der FDP hat eine neue Generation das Ruder übernommen. Nachdem bei anderen Gelegenheiten mit harten Bandagen um das Gemeindepräsidium gekämpft wurde, gab es für diese Wahl eine überparteiliche Findungskommission mit allen Ortsparteien. Und alle Beteiligten sind zu Recht stolz darauf.

Mit der Empfehlung für den CVP-Mann tritt die FDP den Beweis an, dass es ihr ernst ist mit der Entspannungspolitik. Schliesslich wurde nicht nur FDP-Gladig, sondern eben auch CVP-Näf von der Findungskommission empfohlen.

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