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Die Decke im Restaurant Facincani ist wieder montiert

Vor rund eineinhalb Jahren ist die Decke im «Facincani» heruntergekracht. Nun hängen die Schalldämmplatten wieder. Der Vorfall kostet die Stadt 9000 Franken.
Christoph Renn
Endlich: Die Akustikdecke ist im Restaurant Facincani ersetzt worden. (Bild: Christoph Renn)

Endlich: Die Akustikdecke ist im Restaurant Facincani ersetzt worden. (Bild: Christoph Renn)

Für das Restaurant Facincani an der Gallusstrasse endet ein langes und lästiges Kapitel in seiner Geschichte: Die Akustikdecke hängt wieder. Sie ist am Freitag, 3. Februar, heruntergefallen. Verletzt hat sich dabei niemand. Die Gäste und das Personal kamen mit einem Schrecken davon. Das ist nun mehr als eineinhalb Jahre her.

«Wir sind froh, ist nun alles geregelt und die Akustikdecke wieder montiert», sagt Gian-Antonio Franzon vom Restaurant Facincani. Es hängen wieder die gleichen Schalldämmplatten vom selben Hersteller. Die meisten Gäste hätten den Vorfall zwar mit Humor genommen, doch sei es im vergangenen Jahr wegen der fehlenden Akustikdämmung doch wesentlich lauter gewesen im Lokal. «Einige Gäste haben sogar gefragt, ob die Decke so geplant war, mit dem behelfmässigen Verputz als künstlerisches Element», ergänzt Franzon.

Am Freitag, 3. Februar 2017, krachte es im Restaurant Facincani. Die frisch montierte Akustikdecke fiel herunter. (Bild: Hanspeter Schiess)

Am Freitag, 3. Februar 2017, krachte es im Restaurant Facincani. Die frisch montierte Akustikdecke fiel herunter. (Bild: Hanspeter Schiess)

Decke fällt ein Jahr nach Renovation runter

Aber wieso hat es so lange gedauert, bis die Decke ersetzt wurde? Grund waren verschiedene Abklärungen, welche die Stadt als Liegenschaftseigentümerin vornehmen musste. «Einerseits mussten wir herausfinden, wieso die Decke runter fiel, andererseits die Ursache klären», sagt Stadtbaumeister Hansueli Rechsteiner.

Die bauphysikalischen Abklärungen hätten gezeigt, dass viel Wärme über die Decke entwichen sei. «Dadurch kam es zu Kondensation und der Kleber konnte nicht vollständig anbinden und die nötige Kraftschlüssigkeit entwickeln», erklärt Hansueli Rechsteiner. Die baulichen Mängel an Decke und Fassaden wurden in der Folge behoben. Zur Sicherheit wurden die Deckplatten nun geklebt und zusätzlich mechanisch befestigt. «Jetzt hält die Decke ganz sicher», sagt Franzon.

Die runterfgefallenen Schalldämmplatten. (Bild: Stapo SG)

Die runterfgefallenen Schalldämmplatten. (Bild: Stapo SG)

Die Schuldfrage gestaltete sich etwas schwieriger, weil die bauphysikalischen Mängel nicht unmittelbar festzustellen gewesen waren. Deshalb haben sich die Parteien auf eine Kostenteilung geeinigt. Je ein Drittel der 27000 Franken übernehmen die Planer, die Bauherrschaft, in diesem Falle die Stadt und der Unternehmer. Die Kosten setzten sich aus zwei Komponenten zusammen. «Der Schaden inklusive Ersatz der zu Bruch gegangenen Deckenleuchten und der Aufräumarbeiten und der Entschädigung der Restaurantbetreiber beläuft sich auf 10000Franken.» Die Reparatur kostet 17000 Franken.

Der Vorfall war für die Betreiber eher ärgerlich als schlimm. Sie konnten die Türe bereits einen Tag nach dem Einsturz wieder öffnen. Unschön ist, dass die Stadt das «Facincani» rund ein Jahr zuvor für 1,1 Millionen Franken renoviert hatte.

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