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In der Region werden die Christbäume nur in Wittenbach verbrannt

In vielen Gemeinden können Christbäume in diesen Tagen gratis entsorgt werden. In Wittenbach werden sie im März verbrannt. Beim Kanton hat man wenig Freude an dieser Tradition.
Johannes Wey
In Wittenbach will man nicht auf das Verbrennen der Christbäume verzichten. (Bild: Urs Bucher (15. Februar 2016))

In Wittenbach will man nicht auf das Verbrennen der Christbäume verzichten. (Bild: Urs Bucher (15. Februar 2016))

Der Dreikönigstag ist vorbei – höchste Zeit also, den ausgedienten Christbaum loszuwerden. Das findet auch die Gebäudeversicherungsanstalt (GVA). Zwar will Dieter Ebneter, Leiter Prävention bei der GVA, keine fixen Empfehlungen oder gar Vorschriften machen. Aber: «Sobald der Baum trocken wird, sollte man sicher die Kerzen nicht mehr anzünden.» Je nachdem, wann der Baum geschlagen worden sei, könne dies bereits wenige Tage nach Weihnachten der Fall sein. Der Baum nadle dann oder fühle sich trocken an.

Wer mit Christbaumkerzen jetzt noch einen Brand verursache, könne gegenüber der Versicherung in Erklärungsnot geraten. Die Sensibilität für das Thema sei aber gross, Christbäume gerieten nur noch vereinzelt in Brand.

Die meisten Gemeinden machen es ihren Einwohnern einfach mit der Entsorgung. In Gossau werden Christbäume bis Ende Februar kostenlos bei der Kehrichtsammlung mitgenommen. Auch in St. Gallen können die Bäume am Strassenrand bereitgestellt werden. Wenn sie höher als zwei Meter sind, müssen sie allerdings zerteilt werden. In der Stadt steht auch die Grünguttonne zur Verfügung. In Wittenbach und Gaiserwald sind die kostenlosen Abfuhren schon vorüber, in Berg, Waldkirch (beide heute Mittwoch), Muolen (12. Januar, nur im Siedlungsgebiet), Mörschwil (14. Januar) und Häggenschwil (15. Januar) stehen noch kostenlose Sammlungen an. Nur in Andwil und Eggersriet müssen die Bäumchen zur Entsorgung mit einer Sperrgutmarke versehen werden.

Den Baum noch ein, zwei Jahre trocknen lassen

Wer den Baum verbrennen möchte, muss sich allerdings noch ein oder besser zwei Jahre gedulden. Laut Dominik Noger vom kantonalen Amt für Umwelt ist es Privatpersonen nämlich verboten, Feuer mit übermässiger Rauchentwicklung zu entfachen. Ungenügend getrocknete Christbäume führen fast unweigerlich dazu und tragen damit zur Feinstaubbelastung bei.

«Christbäume werden am besten in einer geeigneten Heizanlage oder in der Kehrichtverbrennungsanlage verbrannt. Das ist auch energetisch am sinnvollsten», sagt Noger. Trotzdem gibt es im Kanton zahlreiche Dörfer, wo das gemeinschaftliche Abfackeln ausgedienter Christbäume zur Tradition gehört.

Die Gemeinden können laut Noger solche Brauchtumsfeuer selber bewilligen. Beim Amt für Umwelt hat man aber wenig Freude daran. «Im Winter ist die Luft sowieso schon dick.» Er begrüsse es deshalb, dass sich einige Gemeinden neue Traditionen wie etwa den Christbaumweitwurf haben einfallen lassen.

In Wittenbach gehört der Brauch zur Tradition

Trotz Bedenken zur Feinstaubbelastung gehört das Verbrennen von Christbäumen in Wittenbach zur lieb gewordenen Tradition. «Bei uns ist das Brauchtum», sagt Bauverwalter Daniel Worni. Die Pfadi organisiert den Anlass jeweils

am Funkensonntag, dem ersten Sonntag nach Aschermittwoch. Dieses Jahr findet er am 10. März statt, und zwar bereits zum 56. Mal. Bei starkem Wind oder Nebel wird das Dorffest aber verschoben, wie auf der Gemeindekanzlei zu erfahren ist. Hochnebel kann je nachdem wie ein Deckel wirken, der Feinstaub einschliesst.

Einen Funken gibt es auch in Gossau auf der Bundwiese. Weil am Funkensonntag ein Zirkus gastiert, wird das Feuer aber bereits am 3. März angezündet. Hier hat der organisierende Feuerwehrverein allerdings schon vor Jahren von ausgedienten Christbäumen auf normales Brennholz umgestellt.

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