Die Badi Speck in Staad hat einen neuen Kioskpächter

Seit Anfang Saison bedient ein neuer Kioskpächter die Besucher der Badi Speck in Staad. Bruno Gähwiler setzt auf Nachhaltigkeit und Regionales, sogar bei Gummibärchen.

Rahel Jenny Egger
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Bei Bruno Gähwiler gibt es viel Vegetarisch und Bio, aber auch zahlreiche Badiklassiker. (Bild: Rahel Jenny Egger)

Bei Bruno Gähwiler gibt es viel Vegetarisch und Bio, aber auch zahlreiche Badiklassiker. (Bild: Rahel Jenny Egger)

Seit dem 11. Mai steht Bruno Gähwiler als Nachfolger von Margrit und Buddy König hinter der Kiosktheke der Badi Speck in Staad. Er scheint sich bestens eingelebt zu haben. «Bis jetzt habe ich nur positive Feedbacks von den Badegästen erhalten. Auch von Stammkunden.» Diese seien am Anfang besonders wichtig. «Ich wurde gleich zu Beginn gründlich inspiziert und die Preise sofort auf mögliche Erhöhungen geprüft», erinnert er sich schmunzelnd.

Er schätze die ehrlichen Rückmeldungen sehr: «Wir konnten uns beim Aufbau des Konzeptes stark an den Wünschen und Vorschlägen der Stammkundschaft orientieren. Das hat den Einstieg enorm erleichtert.» So seien zum Beispiel der Kaffee- oder Pommes-frites-Pass entstanden, bei denen jede zehnte Bestellung gratis sei.

Bio- und Vegetarisches aus der Region

Zusätzlich setzt Gähwiler auf Nachhaltigkeit und Regionales. «Wir bieten viele Bio- und Veggie-Alternativen. Das wird bei den Kunden sehr geschätzt», sagt er. Natürlich sei bessere Qualität auch etwas teurer. Den Preisunterschied gleiche er teilweise aus eigener Tasche aus. So beispielsweise bei den Kartoffeln für die Pommes. «Standard Pommes-Kartoffeln wachsen zwar in der Schweiz, werden aber nach Holland verschifft und dort verarbeitet. Da setze ich lieber auf das Culinarium-Siegel. Die bessere CO2-Bilanz ist mir das Bisschen Verlust wert», sagt Gähwiler. Ist die Kostendifferenz zu gross, lässt er dem Kunden die Wahl, zwischen dem Standardprodukt und der nachhaltigeren Alternative. Das zieht sich von der Glace bis hin zu den Gummibärchen. Trotzdem gebe es noch einiges zu verbessern. Deswegen wolle er den Kiosk auf jeden Fall noch ein paar weitere Saisons bewirtschaften:

«Mit der Zeit lernt man immer mehr dazu und kann laufend am Konzept feilen.»

Die Stelle gehe zudem sehr gut mit seinem Lebensstil einher. Das ganze Jahr der gleichen Beschäftigung nachzugehen, sei nichts für ihn. «Ich würde zwar gerne einmal für längere Zeit an einem Ort verweilen und zur Ruhe kommen. Aber mir fliegen immer wieder spannende Aufgaben zu. Da kann ich meistens nicht nein sagen», meint er lachend. Die Stelle in Staad scheint also ideal. «Auf die Weise habe ich für vier Monate eine fixe Anstellung und den Rest kann ich mir frei einteilen.»

Göttibesuch in Tasmanien

Gähwilers Erfahrungsliste ist lang. Als Kind half er beim Guetzlibacken und Servieren im Restaurant- und Bäckereibetrieb seiner Eltern. Danach blieb er im Gastro- und Verkaufsbereich tätig. Auch ins Eventmanagement zog es ihn. Gähwiler ist Teil von zahlreichen Projekten wie dem Café de Saint-Galle oder dem Kulturfestival. Nebenbei reist er um die ganze Welt. Er hat Familie auf den Philippinen und einen Göttibub in Tasmanien, den er bald besuchen wird. Dann werden Badegäste und Hitzewellen wohl bloss noch ein Hängemattentraum sein.

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