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Fahrplanwechsel: Im Dezember sind die Gossauer die alten Züge los

Zwei Gossauer Stadtparlamentarier beklagen sich über die alten SBB-Züge auf der Linie nach Zürich. Ihre Einfache Anfrage an den Stadtrat können die SBB weitgehend beantworten.
Arcangelo Balsamo
Am Gossauer Bahnhof kommt es im Dezember zu wenig Änderungen. (Bild: Benjamin Manser (25. Februar 2015))

Am Gossauer Bahnhof kommt es im Dezember zu wenig Änderungen. (Bild: Benjamin Manser (25. Februar 2015))

Alle Jahre wieder ändert die SBB Anfang Dezember den Fahrplan. Dieses Jahr gilt der neue Fahrplan ab dem 9. Dezember. Die Stadt Gossau ist, was den Bahnverkehr anbelangt, auf den ersten Blick kaum betroffen. Dennoch haben Markus Rosenberger, Präsident der SVP-Fraktion und sein SP-Pendant Florian Kobler eine Einfache Anfrage beim Stadtrat eingereicht.

Die beiden Stadtparlamentarier wollen vom Stadtrat wissen, wie dieser den neuen Fahrplan bezüglich der Anschlüsse in Gossau beurteilt. Zudem fragen sie, inwiefern der Stadtrat bei der Fahrplanänderung involviert war. «Wir wollen wissen, ob der Stadtrat Kontakt hatte mit den SBB», sagt Kobler.

Die Idee, eine Einfache Anfrage einzureichen, hatten Rosenberger und Kobler aufgrund des Leserbriefes «Fahrplanwechsel der SBB benachteiligt grosse Teile der Ostschweiz» (Tagblatt 24. Mai). «So ein Leserbrief zeigt, dass die Veränderungen im öffentlichen Verkehr die Bevölkerung interessieren», sagt Kobler. Es seien deshalb auch schon vermehrt Personen auf ihn zugekommen. Meistens gehe es dabei um die Direktverbindung zwischen St. Gallen und Winterthur, die vor zwei Jahren eingeführt wurde und im Dezember mit dem Fahrplanwechsel ausgebaut wird. «Mit der Anfrage wollen wir den Stadtrat auch auffordern, dass man etwas gegen diese Tendenz unternimmt. Sonst droht uns, dass wir ins Abseits geraten. Gossau soll auch künftig ein attraktiver Knotenpunkt im öffentlichen Verkehr bleiben», sagt Kobler.

Auch das Rollmaterial wirft Fragen auf

Ein weiterer Punkt, der in der Einfachen Anfrage aufgegriffen wird, ist das Rollmaterial, das auf der Strecke zwischen Gossau und Zürich verkehrt. Insbesondere die Zugkompositionen, die auf der IR37-Linie St. Gallen-Zürich-Basel verkehren, seien schon lange als Übergangslösung im Einsatz. Die Fraktionspräsidenten fragten den Stadtrat, ob er bereits wisse, wann auf der Strecke wieder behinderten- und familienfreundliche Doppelstockkompositionen in Gossau halten.

Die SBB können die Antwort vorwegnehmen. Daniele Pallecchi, Mediensprecher der SBB sagt:

«Der IR37 verkehrt nach dem Fahrplanwechsel ohne Halt in Gossau.»

Die Gossauer sind das alte Rollmaterial im Dezember somit ohnehin los. Als Ersatz wird der IR13 zwischen Chur und Wil verlängert. Dieser fährt ab Dezember bis nach Zürich. Als Rollmaterial sei laut Pallecchi auf der Linie überwiegend der neue Fernverkehr-Doppelstockzug vorgesehen. «Vorausgesetzt, dass die definitive Betriebszulassung gesprochen wird und ausreichend davon zur Verfügung steht.» Als Alternative käme die Doppelkomposition zum Einsatz, die bereits jetzt auf der IR-Linie verkehrt und ebenfalls über einen Niederflureinstieg verfügt.

Arnegg profitiert vom Fahrplanwechsel

In der Anfrage streichen die Parlamentarier heraus, dass die Fahrplanänderung einen positiven Effekt für Arnegg habe. «Die S5 fährt laut Entwurf im Halbstundentakt bis etwa 8.30 Uhr. Das ist positiv für die Pendlerinnen und Pendler aus Arnegg.» Sie blicken im selben Abschnitt aber auch über die Kantonsgrenze hinaus in den Thurgau. Dort werden künftig alle S-Bahnen vollumfänglich im Halbstundentakt verkehren, so auch die S5 zwischen Bischofszell und Weinfelden; aber nicht bis nach Gossau. Deshalb fragen Rosenberger und Kobler, ob der Stadtrat bereit sei, sich für einen Halbstundentakt auf der gesamten Strecke der S5 zwischen St. Gallen und Weinfelden einzusetzen.

Neues Buskonzept in Waldkirch

Mit der Fahrplanänderung wird in Waldkirch ein neues Buskonzept eingeführt. Die Linie 154 dient neu als Haupterschliessung der Gemeinde durch den öffentlichen Verkehr. Die Linie führt neu von Arnegg über Waldkirch-Bernhardzell bis Wittenbach. Die bisherigen Linien 133 (Engelburg-Bernhardzell-Waldkirch) und 206 (Bernhardzell-Wittenbach) entfallen. Die Linie 154 wird grundsätzlich im Stundentakt verkehren. Die Stadt St. Gallen erreicht man von der Haltestelle Waldkirch Dorf im Halbstundentakt während der ersten halben Stunde über Arnegg, wo es einen «schlanken» Anschluss von oder nach St. Gallen mit dem Zug geben wird. Während der zweiten halben Stunde erreicht man St. Gallen via Wittenbach, wo die Pendler auf die S8 wechseln können. Das Konzept bedeutet für die Pendler vor allem eine Veränderung ihrer Gewohnheiten, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Die Fahrtzeit von Waldkirch Dorf in die Stadt wird mit den Änderungen kürzer. Bisher benötigte man über Gossau 31 Minuten und via Engelburg 42 Minuten. Künftig werden es 27 Minuten sein. Egal, in welche Richtung man fährt. Auch von Bernhardzell Dorf wird die Verbindung schneller. Neu erreicht man den St. Galler Hauptbahnhof im Stundentakt in 21 Minuten. Das Buskonzept wurde zusätzlich auf die Schulbedürfnisse abgestimmt und optimiert. Auch auf dieser Route werden die Reisezeiten kürzer. Die Änderungen werden als Versuchsbetrieb für die nächsten vier Jahre eingeführt. (arc)

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