Kommentar

 Der Umweg könnte für die Sana Fürstenland der Ausweg sein

Dass die Stadt Gossau die Pläne für das Bauprojekt der Sana Fürstenland AG neu auflegt, könnte ein Befreiungsschlag sein, schreibt Redaktor Adrian Lemmenmeier in seinem Kommentar.

Adrian Lemmenmeier
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Adrian Lemmenmeier, Redaktor Gossau/Region. (Bild: Urs Bucher)

Adrian Lemmenmeier, Redaktor Gossau/Region. (Bild: Urs Bucher)


Dass das Bauprojekt der Sana Fürstenland AG in Gossau stockt, ist nichts Neues. Dass der Stadtrat nun aber gar den Rückwärtsgang einlegt, mag auf den ersten Blick befremden. Auf den zweiten aber ist klar, dass es für diesen Umweg keine Alternative gibt.

Das Baudepartement hat das Vorhaben wegen formaler Mängel zurückgewiesen. Pech für den Stadtrat, dass seit Beginn des Projekts und der Beurteilung des Rekurses die Verfahrenspraxis geändert hat. Weil nun die Pläne zusammen aufgelegt werden müssen, sind kosmetische Korrekturen keine Option.

Dass das Auflageverfahren von vorne beginnt, kostet Zeit. Bedenkt man, dass das Projekt sonst wohl am Rekurs gescheitert wäre, ist dieser Befreiungsschlag aber das einzig Richtige.

Mit der neuen Auflage will der Stadtrat Einsprechern weniger Angriffsfläche bieten. Ob diese deshalb die Segel streichen, bleibt allerdings abzuwarten – zumal Rekurrent Alex K. Fürer keinen Hehl daraus macht, dass er den Bedarf eines Pflegeheimes im Zentrum Gossaus grundsätzlich in Frage stellt.

Gossau: Ein neuer Anlauf für die Sana Fürstenland

Der Gossauer Stadtrat legt die Baupläne für das Projekt der Sana Fürstenland AG neu auf. Damit will er die Angriffsfläche für Einsprecher verringern. 2019 sollen die Bagger auffahren.
Adrian Lemmenmeier