Handball
Trotz Niederlage im Hinspiel: Der Titel ist für das RLZ Fürstenland immer noch zum Greifen nah

Im Playoff-Final der U19-Elite-Handballer verliert das RLZ Fürstenland das Hinspiel knapp mit 22:23.

Ives Bruggmann
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Der Fürstenländer Loris Zeller (Mitte) tankt sich durch und setzt zum Wurf an.

Der Fürstenländer Loris Zeller (Mitte) tankt sich durch und setzt zum Wurf an.

Bild: Roland Peyer

Was die besten Junioren des Landes in der Gossauer Buechenwaldhalle boten, war sehenswert. Die Talente bewiesen Spielwitz, schlugen ein hohes Tempo an und lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Im ersten von zwei Playoff-Finalspielen behielt GC Amicitia Zürich gegen das Regionale Leistungszentrum (RLZ) Fürstenland auswärts mit 23:22 das bessere Ende für sich. Das knappe Resultat bedeutet, dass die Entscheidung um den Schweizer-Meister-Titel erst im Rückspiel am Sonntag in der Zürcher Saalsporthalle fallen wird.

Vor einer Kulisse von 100 Zuschauerinnen und Zuschauern vergab das Heimteam eine bessere Ausgangslage für die Auswärtspartie in der Schlussviertelstunde. Denn davor hatten die Fürstenländer mit 20:15 geführt. Doch aus den letzten zwölf Angriffsversuchen resultierten lediglich noch zwei Treffer, während die Zürcher deren acht erzielten.

Schönenberger hinten, ein Trio vorne

Lukas Osterwalder (Mitte) gegen zwei Zürcher Verteidiger.

Lukas Osterwalder (Mitte) gegen zwei Zürcher Verteidiger.

Bild: Roland Peyer

Die beste Phase hatte das Team von Trainer Raphael Kramer vor und nach der Pause. Die Defensive legte deutlich zu und verhinderte gute Wurfposition fast gänzlich. Und wenn GC Amicitia einmal in eine Abschlusssituation kam, stand da der starke Goalie Nick Schönenberger. In der Offensive gab das Trio Loris Zeller, Lukas Osterwalder und Andrin Schneider den Ton bei den Fürstenländern an. Sie erzielten 16 der 22 Treffer für das RLZ. Noch grösser war der Einfluss des Zürcher Topduos. Robin Zimmermann und Jann Bamert warfen gar 18 der 24 Tore von GC Amicitia Zürich.

Wer stoppt das Zürcher Topduo?

Die Niederlage dürfte für das RLZ Fürstenland eher Ansporn als Dämpfer sein. Denn im Rückspiel in Zürich ist der Schweizer-Meister-Titel weiterhin zum Greifen nah. Spannend wird zu beobachten sein, wie die Fürstenländer Defensive das Duo Zimmermann/Bamert stoppen will. Denn im Hinspiel gelang dies kaum über einen längeren Zeitraum. In Sachen Kaderbreite und Geschlossenheit schien das RLZ Fürstenland eher im Vorteil zu sein. Steigern sich die Ostschweizer Talente in der Wurfausbeute und können gleichzeitig Bamert und Zimmermann im Zaum halten, ist ein Sieg mit zwei Toren Differenz durchaus möglich. Sicher ist: Es bleibt spannend bis zur letzten Sekunde. Allein das ist schon ein riesiger Erfolg für das RLZ Fürstenland.

Telegramm

RLZ Fürstenland – GC Amicitia Zürich 22:23 (14:14)
Buechenwald – 100 Zuschauer – Sr. Häner/Maurer.
Strafen: 4-mal 2 Minuten inkl. Ausschluss nach dritter Strafe gegen Brülisauer (56.). 3-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
RLZ Fürstenland: Schönenberger (9 Paraden)/Niedermann (4 P.); Mattioli, Osterwalder (7), Manser (2), Ochsner, Peyer (2), Conscience, Mosimann (1), Rügge, Schneider (4/1), Kuhn, Zeller (5/1), Brülisauer (1).