Der St.Galler Bäderbus als Vorbild: Wieso kein Bus für Peter und Paul?

An schönen Wochenenden zieht der St.Galler Wildpark Peter und Paul viele motorisierte Besucherinnen und Besucher an. Sie verstopfen nicht nur die Parkplätze, sondern auch Quartierstrassen. An der FDP-Parteiversammlung, die am Dienstag die Ja-Parole zur Busvorlage fasste, gab's drum die Anregung, einen Bus nach Peter und Paul zu führen.

Reto Voneschen
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Im Quartier Rotmonten sind die Verkehrsverhältnisse auf Peter und Paul an schönen Wochenende ein Dauerthema. Mit Hinweistafeln an der Kirchlistrasse macht die Stadt auf die beschränkte Zahl Parkplätze auf dem Hügel ob Rotmonten aufmerksam. (Bild: Ralph Ribi - 21. September 2018)

Im Quartier Rotmonten sind die Verkehrsverhältnisse auf Peter und Paul an schönen Wochenende ein Dauerthema. Mit Hinweistafeln an der Kirchlistrasse macht die Stadt auf die beschränkte Zahl Parkplätze auf dem Hügel ob Rotmonten aufmerksam. (Bild: Ralph Ribi - 21. September 2018)

Wieso ist es nicht möglich, den Wildpark Peter und Paul mit dem Bus zu erschliessen? Diese Frage löste an der FDP-Parteiversammlung eine längere Diskussion aus. Aus der Versammlung heraus wurde das Anliegen von verschiedenen Votanten unterstützt. Die Nachbarschaft des Wildparks werde an schönen Wochenenden regelmässig von Autos der Besucherinnen und Besuchern überschwemmt.

Hier müsse man Abhilfe schaffen, wurde gefordert. Dabei könne das Modell des Bäderbusses als Vorbild dienen. Den Wildparkbus brauche es ja vor allem an Wochenenden, wenn das Wetter schön sei. Stadtrat Peter Jans und VBSG-Unternehmensleiter Ralf Eigenmann erläuterten die Probleme einer Busverbindung zwischen der «Sonne» Rotmonten und dem Wildpark.

Hauptproblem sind die Finanzen

Die Verkehrsbetriebe St.Gallen und er hätten ein Interesse daran, diese Frage anzugehen, sagte Peter Jans. Die VBSG haben gemäss Ralf Eigenmann die Idee einer Busverbindung nach Peter und Paul tatsächlich geprüft. Die Unterlagen lägen bei den politischen Behörden.

Publikumsmagnet Wildpark: Die hier gehaltenen einheimischen Wildtiere -im Bild zwei prächtige Steinböcke - ziehen viele Besucherinnen und Besucher an. (Bild: Urs Bucher - 23. Oktober 2018)

Publikumsmagnet Wildpark: Die hier gehaltenen einheimischen Wildtiere -im Bild zwei prächtige Steinböcke - ziehen viele Besucherinnen und Besucher an. (Bild: Urs Bucher - 23. Oktober 2018)

Ein Problem, das man lösen müsse, seien die Finanzen, hielt Eigenmann an der FDP-Parteiversammlung fest. Damit die VBSG einen Wildparkbus betreiben könnten, müsse ihn jemand bestellen. Wer das sein könnte, liess er offen. Die «normalen» VBSG-Linien bestellt der Kanton. Den Bäderbus vom Hauptbahnhof nach Dreilinden bezahlt die Direktion Bildung und Freizeit, in der das Sportamt angesiedelt ist.

Bus und Auto müssen kreuzen können

Ein weiteres Problem ist gemäss den Diskussionen vom Dienstag die teils fehlende Breite der Strasse zum Wildpark. Auf der Anhöhe zwischen Bauernhof und Wildpark-Parkplatz ist sie so schmal, dass Bus und Auto nicht kreuzen können. Wenn man einen Bus nach Peter und Paul fahren lassen wolle, müsse man das Problem dieses Nadelöhrs lösen. Entweder durch eine Strassenverbreiterung oder andere Massnahmen. Und das sei auch nicht gratis zu haben, hiess es.

CVP, FDP und SP stellen sich hinter die St.Galler Busvorlage

Derzeit fassen die Parteien die Parolen für die Abstimmung vom 25. November in der Stadt St.Gallen. CVP, FDP und SP haben einstimmig Ja-Parolen zur 37,5-Millionen-Vorlage gefasst. Gute Neuigkeiten gibt’s für St.Georgen: Die neuen Fahrleitungen werden kürzer, als ursprünglich angenommen.
Reto Voneschen

Ein Bus bis zum Wildpark

«Leserbrief: Bussen beim Wildpark Peter und Paul vergraulen Besucher», Ausgabe vom 12. Oktober
Käthi und Urs Engel, Sandrainstrasse 6, 9010 St. Gallen