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Staader Steinbruch erhält Öko-Auszeichnung

Der Steinbruchs Bärlocher ist naturnah gestaltet und wird giftfrei gepflegt. Das bescheinigt die Stiftung Natur & Wirtschaft mit dem erneuerten Zertifikat. Im Kampf gegen invasive Pflanzen muss aber auch einmal der Bagger her.
Fritz Bichsel
Steinbruchleiter Hans-Jakob Bärlocher (rechts) mit dem Zertifikat der Stiftung Natur & Wirtschaft, das Experte Alfred Kuster ausgestellt hat. (Bild: Fritz Bichsel)

Steinbruchleiter Hans-Jakob Bärlocher (rechts) mit dem Zertifikat der Stiftung Natur & Wirtschaft, das Experte Alfred Kuster ausgestellt hat. (Bild: Fritz Bichsel)

Einheimische Pflanzen sind eines der Kriterien für diese Auszeichnung eines Firmenareals. Beim Steinbruch Bärlocher ergibt sich das natürlich. Hans-Jakob Bärlocher, Unternehmensleiter in der vierten Generation der Betreiberfamilie, zeigt bei der erneuten Zertifizierung durch die Schweizer Stiftung Natur & Wirtschaft, wie fertig abgebaute Flächen im Kreienwald wieder ergrünen durch Naturverjüngung.

Um Wassergräben und Tümpel siedeln sich auf den vorwiegend mit Sand und stellenweise mit angesäter Wiese vorbereiteten Arealen zuerst Pioniere an: Huflattich, Johanniskraut, wilde Möhre, Wegrauke und weitere. Ihnen folgen Birken, Erlen, Weiden, Tannenarten und weitere Bäume. So entsteht Lebensraum für Waldtiere, Vögel, Frösche, Kröten oder auch Salamander. Ob der natürlich entstandene Mischwald so bleibt oder etwas gesteuert wird, werden Fachleute von Forstdienst und Umweltverbänden entscheiden.

Mit dem Bagger gegen Eindringlinge

Der Steinbruch Bärlocher arbeitet bei der Wiederbegrünung eng zusammen mit der Umweltabteilung des Fachverbandes der Schweizer Kies- und Betonindustrie. Das gilt auch für den Kampf gegen eine fremde Pflanzenart, die sich ungewollt einschlich: gegen den Neophyt Sommerflieder. Trotz Grosseinsatz – sogar mit Baggern – seit sieben Jahren liess er sich bisher nur zurückdrängen, aber noch nicht ausrotten.

Experte Alfred Kuster bescheinigt der Bärlocher AG auch die Einhaltung der weiteren Kriterien für das Zertifikat der vom Bund und von Unternehmen getragenen Stiftung Natur & Wirtschaft, welches bisher gut 500 Areale von Industrieunternehmen, Gewerbebetrieben, Schulen, Siedlungen oder Abbaubetrieben erlangten: hauptsächlich giftfreier Unterhalt des ganzen Areals, wasserdurchlässige Beläge auf befestigten Flächen und naturnahe Gestaltung der Umgebung von Bauten. Seine Überprüfung vier Jahre nach der erstmaligen Zertifizierung zeige ein «sehr positives Resultat». Dieses ermögliche «grosses Engagement des Unternehmens für die Umwelt». Das freut auch Präsident Simon Diezi von der Ortsgemeinde Thal als grösste Eigentümerin der vom Steinbruch Bärlocher im Baurecht bewirtschafteten Flächen im Kreienwald.

Das Zertifikat ist wichtig für das Unternehme

Für einen Steinbruch gelten heute etliche gesetzliche Auflagen für den Umweltschutz. Die Bärlocher AG geht über diese hinaus. So erarbeitete sie für jedes einzelne ihrer Produkte eine Energie- und Ökobilanz, die alles einschliesst bis hin zum Arbeitsweg der 45 Mitarbeitenden. Hans-Jakob Bärlocher verweist darauf, dass all die ökologischen Massnahmen – auch das nun für einige Jahre erneuerte Zertifikat von Natur & Wirtschaft – wichtig sind für den Erfolg des Unternehmens. Naturnahe Produktion, sparsamer Einsatz von Energie und Wasser und kurze Transportwege sind Argumente für weitere Abbaubewilligungen und im Wettbewerb mit billigeren Importprodukten aus Tieflohnländern. So konnte die Bärlocher AG auch eine Reihe von Natur-Gartenbauern in der Schweiz als Kunden gewinnen.

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