Der Stadt geht es finanziell gut

Die Rechnung 2018 der Stadt St.Gallen schliesst gut 20 Millionen Franken besser als budgetiert. Eine Überraschung ist das nicht.

Daniel Wirth 
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Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion.

In der Kantonshauptstadt wird vorsichtig budgetiert, einem Budget mit roten folgt in aller Regel eine Rechnung mit schwarzen Zahlen. Nur ist dieses Mal der Grund ein anderer: Die Einnahmen wurden sehr präzise veranschlagt, den Unterschied machen 2018 der Sach- und der Personalaufwand aus. Sie liegen deutlich unter Budget und auch unter Vorjahr.

20 Millionen Franken klingen im ersten Moment nach sehr viel Geld. Im Verhältnis zum Gesamtaufwand von rund 600 Millionen Franken ist diese Abweichung indes keine Sensation.

Klar: Eine Punktlandung sähe anders aus. Mit dem Ertragsüberschuss von knapp elf Millionen Franken erhöht sich das Eigenkapital auf 118 Millionen Franken. Das ist ein sattes Polster. Weil im vergangenen Jahr nicht alle geplanten Investitionen ausgelöst wurden, konnte die Stadt St.Gallen zudem ihre Verschuldung reduzieren.

Stadtpräsident Thomas Scheitlin bezeichnet die Rechnung 2018 als «gutes Ergebnis». Das ist eine sachliche Beurteilung. Es wäre auch nicht übertrieben zu sagen: Der Stadt St.Gallen geht es finanziell gut.

Das Stadtparlament senkte mit dem Budget 2019 den Steuerfuss gegen den Willen des Stadtrats und der Linken moderat um drei auf 141 Prozentpunkte. Die Rechnung 2018 gibt den Bürgerlichen recht.