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Der Samstag gehört den Goldacher Pfadi-Kindern

Die 23-jährigen Zwillingsschwestern Lea und Annina Krempl stehen mit beiden Füssen fest im Leben. Erstere lässt sich zur Hebamme ausbilden, die andere zur Physiotherapeutin. Samstags tauschen sie den Arbeitskittel mit Hemd und Pfadikrawatte und bringen Mädchen und Buben in der Pfadi Goldach in Bewegung.
Rudolf Hirtl
Lea (links) und Annina Krempl im Goldacher Waldstück, wo sie sich oft mit den Pfadi-Kindern aufhalten. (Bild: Rudolf Hirtl)

Lea (links) und Annina Krempl im Goldacher Waldstück, wo sie sich oft mit den Pfadi-Kindern aufhalten. (Bild: Rudolf Hirtl)

Wenn am Samstag, 7. September, beim Goldacher Pfadiheim das Seebuebefest mit Schnupperübung (14 bis 17 Uhr) über die Bühne geht, dann werden auch Story und Swiff dabei sein. Dies sind die Pfadinamen von Lea und Annina Krempl. «Die Pfadi-Spitznamen bekommt man schon in jungen Jahren verpasst. Auch wenn einem der Name zuerst vielleicht nicht passt, über die Jahre stellt sich seine Bedeutung aber meist als richtig heraus», sagt Pfadi-Abteilungsleiterin Annina Krempl.

So habe ihre Zwillingsschwester Lea den Nicknamen Story erhalten, weil sie tatsächlich viel rede und sie selbst sei mit Swiff auch ganz gut bezeichnet, da sie als besonders reinlich gelte. «Man wächst in den Namen hinein», sagt sie und lacht.

Bedenkliche Entwicklung spürbar

Eingeladen sind am Samstag Kinder und Jugendliche ab dem Kindergartenalter. Diese dürfen sich unter anderen auf einen Postenlauf und eine Kuchentombola freuen und bekommen ausserdem Bilder vom diesjährigen Sommerlager gezeigt. Lager sind den laut der engagierten Zwillinge ein fester Bestandteil in der Pfadiwelt. Dort, aber auch an den samstäglichen Zusammentreffen stehen nicht nur Spiel, sondern auch praktischen Übungen auf dem Programm. Zum Beispiel ein Zelt aufstellen, oder im Wald Feuer machen. Lea und Annina Krempl sind seit ihrem zehnten Lebensjahr dabei. Beide stellen bei ihrer Leitertätigkeit bei Kindern markante Unterschiede zu früher fest.

«Kinder sind heute oft bewegungsfaul und zum Teil auch echte ‹Heulsusen›.»

Es ist immer wieder erfreulich zu sehen, wie sich Kinder positiv verändern, wenn sie eine gewisse Zeit in der Pfadi sind», sagt Aninna Krempl.

Ohne Leistungsdruck austoben

Lea Krempl betont, dass Kinder in der Pfadi im Gegensatz zur Schule oder zur Freizeit kein Leistungsdruck ausgesetzt sind. «Sie kommen zu uns, können sich austoben und entspannen sich dabei sichtlich.» Und mit welcher Motivation kümmern sich die beiden 23-Jährigen Samstag für Samstag um den Pfadi-Nachwuchs? «Auch wenn es abgedroschen tönt; das Lachen der Kinder ist eine tolle Belohnung.»

Noch ein Jahr wollen sich Lea und Annina Krempl in der Pfadi Goldach engagieren. Danach werde dies aus beruflichen Gründen nicht mehr gehen. Und für beide ist klar: «Im Herzen werden wir immer Pfader sein.»

www.seebuebe.ch

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