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Der Paul-Club in St.Gallen schliesst – in einigen Tagen eröffnet dort bereits ein Latino-Club

Ende Juni verabschiedete sich das «Paul» in St.Gallen in die Sommerpause. Doch jetzt ziehen sich die Besitzer ganz aus der Gastronomie zurück und übergeben ihr Lokal an DJ Black M, der den Club auf Latino-Musik ausrichten will und schon in wenigen Tagen neu eröffnet.
Martin Oswald

Im April 2013 eröffnete das «Paul» an der Bahnhofstrasse in St.Gallen seine Türen. Mit dem edel dekorierten Club wollte man sowohl junge Nachtschwärmer auf die Tanzfläche locken, aber auch Erwachsene anziehen, die einen gemütlichen Abend in der Lounge verbringen wollen. Dieses Konzept ging lange Zeit auf. Doch laut «Paul»-Besitzer Roman Buff, der den Club zusammen mit Partner Kreshnik Nesimi führte, sind die Zeiten für Clubs schwieriger geworden: «Es ist Zeit für mich zum Aufhören – und ich mache das, weil ich möchte, und nicht weil ich muss.»

Bereits am Wochenende vom 10. August soll der Club unter neuer Führung und mit neuem Konzept wieder öffnen. DJ Black M macht aus dem Paul einen Latino-Club. Damit könnte er Erfolg haben, meint Buff.

Bars machen den Clubs Konkurrenz

Führte das «Paul»: Roman Buff.

Führte das «Paul»: Roman Buff.

«Wir haben mit dem Paul-Club die junge Zielgruppe immer weniger erreicht. Wir wollten sehr breit aufgestellt sein, auch musikalisch.» So heisst es auf der Webseite: «Unter fachkundiger Leitung wird hier alles gespielt was gute Laune und Lust auf mehr macht.» Das Musikangebot ist für heutige Ansprüche womöglich zu breit. «Die jungen Leute heute fokussieren sich eher auf klare Angebote wie Black Music oder Latino. Für ein Allround-Angebot ist die Zeit irgendwie abgelaufen», sagt Buff.

Seit 19 Jahren ist der Familienvater nun schon im Geschäft. Vor einigen Jahren expandierte er nach Gossau und eröffnete dort das «Oxe» (heute «Roox»). Doch die Gastronomie sei immer aufwendiger geworden. Die Parkplatzsituation in St.Gallen habe seinem Club zu schaffen gemacht. «Die Stadt will nicht ins Nachtleben investieren.» Und da die Bars inzwischen bis weit in die Nacht geöffnet sein dürfen, fehle vielen Ausgängern der Grund, morgens um zwei Uhr noch in einen Club zu gehen und dafür Eintritt zu bezahlen.

Keine Entlassungen

Auch Social Media habe das Ausgehverhalten stark verändert, stellt «Paul»-Besitzer Buff fest. So lerne man sich heute häufiger über digitale Kanäle als in einem Club kennen.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge schliesst Buff jetzt die Tür zu seinem Club, aber ganz ohne Reue. «Es war eine geniale Zeit mit vielen unvergesslichen Abenden.» Da es im Paul keine Festangestellten, sondern nur freie Mitarbeiter gab, kommt es zu keiner Entlassung.

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